Zweibrücken Aus für Auerbacher Radtour

Nach 56 Radtouristikfahrten ist Schluss: Die Tour am Sonntag war die letzte unter der Regie der VT Niederauerbach. Das teilte der Verein gestern mit. „Die Mitglieder des Fachbereichs Radsport sind mittlerweile 35 Jahre älter geworden, und Nachwuchs ist keiner vorhanden“, schreibt VT-Pressewart Volkhard Gabriel. Auch würden die Auflagen für solche Fahrten immer höher.
Bei der Radtouristikfahrt „Saisoneröffnung Westpfalz“ am Sonntag, ausgerichtet vom Fachbereich Radsport der Vereinigten Turnerschaft (VT) Niederauerbach, hätten sich bei bestem Radfahrwetter 182 Radler aus der Pfalz und dem Saarland beteiligt, so Gabriel. Von 9 bis 11 Uhr konnte am VT-Clubheim gestartet werden. Es gab 43 und 71 Kilometer lange Strecken. „Das größte Team stellte der RSC St. Ingbert mit 32 Teilnehmern. Der RV Blitz Oberbexbach war mit 25 Fahrern am Start. Der RSC 88 Zweibrücken kam mit zehn Radlern, unter ihnen der zweifache amtierende Deutsche Meister der U23 im Radcross, Felix Drumm aus Mörsbach“, berichtet Gabriel und erinnert sich: Felix Drumm habe in jungen Jahren fast jedes Mal den Pokal für den jüngsten Teilnehmer der Veranstaltung bekommen. Diesmal ging der Pokal an den zwölfjährigen Finn-Lars Reidenbach aus Saarbrücken. „Natürlich bekam er von Felix auch eine Autogrammkarte, und ein Foto mit ihm durfte er auch machen“, schreibt Gabriel. In 35 Jahren hat die VT Niederauerbach 56 Radtouristikfahrten organisiert. „Seit 1980 nahmen 12 000 Radler an Radtouristikfahrten und 8000 Radler an den permanenten Radtouren teil. Es wurden in dieser Zeit 17 Radrennen, teils um die Rennwiese und jeweils am Kerwemontag in Niederauerbach, veranstaltet.“ Die Auerbacher Radler hätten auch die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im Radcross ausgerichtet − 1988 in der Fasanerie. An der Spitze der Niederauerbacher Radsportler stand fast ununterbrochen Wolfgang Geyer. An seinen permanenten Radtouren − vier an der Zahl − will der Verein vorerst noch festhalten. „Das lassen wir 2015 noch laufen, dann schauen wir mal“, sagt Gabriel. Auch dort breche die Teilnehmerzahl ein: Waren es 2013 noch 151 Radler, die bei den permanenten Fahrten mitmachten, waren es 2014 nur 86. Gabriel bedauert, dass es nicht mehr gelinge, Radfahrer an den Verein zu binden: „Auf den Straßen sind Hunderte von Radfahrern − aber kaum einer will sich in einem Verein organisieren.“ (sbn/red)