Zweibrücken Auffahrt Ixheim ein gutes Jahr gesperrt

Gestern rasteten hier noch Lasterfahrer, ab heute wird gebaut. Die Baumaschinen stehen schon bereit.
Gestern rasteten hier noch Lasterfahrer, ab heute wird gebaut. Die Baumaschinen stehen schon bereit.

Am Sonntag war sie schon gesperrt. Wer sich trotzdem traute, konnte sie noch einmal befahren: Die Auf- und Abfahrten an der Autobahn-Anschlussstelle Ixheim. Bis Anfang September nächsten Jahres geht das nicht mehr. Ein ganz besonderer Kreisel entsteht.

Wer in Rimschweiler, Ixheim oder Mittelbach wohnt, der wird sich rasch umgewöhnen müssen, wenn er auf die Autobahn will. Denn die Auffahrt Ixheim zur Autobahn 8 ist dicht. Nicht übergangsweise, sondern 17 Monate lang. So lange wird es dauern, bis der neue, große Kreisel am Nagelwerk gebaut und mit allen Anschlüssen versehen ist. Das ist der Plan des Straßenamts, das heute Landesbetrieb Mobilität heißt. Wer auf die Autobahn will oder runter muss, der kann zum Beispiel via Steinhauser Straße auf die Anschlussstelle Contwig ausweichen oder via Bitscher Straße auf die Anschlussstelle Zweibrücken-Mitte. Zweibrücken mag die kleinste kreisfreie Stadt Deutschlands sein, aber was die Zahl der Autobahn-Anschlussstellen angeht, hat sie mehr zu bieten als manche Großstadt. Damit der Verkehr aus dem Hornbachtal inklusive Rimschweiler problemlos via Bundesstraße 424 in die Stadt und abends wieder heraus fließen kann, wird zunächst eine Baustellenumfahrungsstraße asphaltiert, die den Verkehr spätestens ab Ostern aufnehmen soll. Wenn das funktioniert, wird die Landesstraße von und nach Mittelbach und Altheim komplett gesperrt. Wer von dort aus in die Stadt will, muss künftig zum Beispiel durchs Gewerbegebiet Ixheim Süd fahren. Das geschieht, damit Arbeiter die Brücke über den Hornbach erneuern und verbreitern können, ohne von fahrenden Autos bei der Arbeit gestört zu werden. Der Fuß- und Radweg zwischen Rimschweiler und der Stadt wird während der Bauzeit anders geführt. Das Straßenamt hofft, dass der Kreisel bis Silvester fertig ist. Ab dann soll der Verkehr provisorisch hindurch fließen. Zwischen Januar und September 2020 sollen dann alle Anschlüsse an den Kreisel gebaut werden. Die Firma Backes aus Tholey führt die Arbeiten aus. Bund und Land geben 4,1 Millionen Euro dafür aus. Die Stadt muss nichts bezahlen. Die Busse der Linie 237 fahren während der Bauzeit über die Gleiwitzstraße und den Etzelweg. Die Haltestelle Nagelwerk entfällt so lange. Die Busse der Linien 233, 235 und 236 werden nicht umgeleitet, sie fahren an der Baustelle vorbei, nicht hindurch.

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