Tischtennis RHEINPFALZ Plus Artikel Aufbruch in Käshofen: Neue Stärke am Tisch, mehr Jugend im Training

Der 67-jährige Gerd Müller kümmert sich beim TTC Käshofen zusammen mit Karl Höh um die Nachwuchsarbeit. Auch seine vier Enkel tr
Der 67-jährige Gerd Müller kümmert sich beim TTC Käshofen zusammen mit Karl Höh um die Nachwuchsarbeit. Auch seine vier Enkel trainieren gerne mit ihrem Opa.

Neuzugang Karsten Müller belebt den TTC Käshofen in der Bezirksklasse. Das Top-Duell gegen die BTTF-Zweite endet 8:8. Wer sonst noch für Leben im Dorfgemeinschaftshaus sorgt.

Aufwärts geht es in Käshofen in Sachen Tischtennissport. Nicht nur, weil die erste Mannschaft ganz oben in der Bezirksklasse West mitspielt, sondern auch, weil wieder etwas los ist im Dorfgemeinschaftshaus. Ein Grund dafür sind der 68-jährige Karl Höh und der ein Jahr jüngere Gerd Müller. Aber auch ein Neuzugang spielt eine Rolle.

Aus dem Nichts war ein neuer Spitzenspieler da. „Er hat früher in der Oberliga im Saarland gespielt“, berichtet Gerd Müller von seinem neuen Teamkollegen. Karsten Müller habe im November angefragt, ob er nicht mal beim TTC Käshofen ins Training kommen könne. „Dann ging das alles ganz schnell. Wir haben trainiert und uns verstanden. Vorher hat er in Niederwürzbach in der saarländischen Bezirksklasse gespielt“, sagt Müller, der Rentner ist und zuvor bei einer Bank gearbeitet hat. Durch den Neuzugang, der in Kirrberg wohnt, wurde die ohnehin starke Käshofer Mannschaft noch mal aufgewertet. Mit Patrick Müller, Bernd Grimm, Gerd Müller, Ralf Kaiser und Michael Hettinger ging das Team durch die Hinserie, verlor nur zwei Spiele. An der Spitzenposition stand bislang der ehemalige Pfalzliga-Spieler und Sohn von Gerd Müller: Patrick Müller gewann bislang alle zwölf Saisoneinzel.

Papa und Sohn im Doppel, vier Enkel im Training

„Patrick ist im vergangenen Winter zu uns gewechselt. Nach der Abmeldung der VT Zweibrücken hat er gleich gesagt, dass er in Käshofen spielen möchte. Er ist aber beruflich viel unterwegs. Wenn er da ist, spielt er“, erzählt Müller, der im Doppel gerne mit dem Sohn spielt. Zusammen hatten sie vor dem Spitzenspiel eine 6:0-Siegesbilanz aufzuweisen.

Muss es denn nun der Aufstieg sein? „Wir wollten eine lockere Runde spielen, haben keinerlei Ziel und müssen nicht in die Bezirksliga aufsteigen. Druck haben wir nicht. Aber wenn wir oben mitspielen können, tun wir das natürlich. Wir sind schon in der vergangenen Saison nur wegen eines Punktes nicht aufgestiegen“, sagt Gerd Müller. Er sei sich aber sicher, dass seine Mannschaft auch eine Liga darüber gut Schritt halten könnte.

Vom Schnuppertag sind viele hängen geblieben

Froh ist Müller aber auch, dass sich viel im Verein bewegt. „Wir haben wieder eine dritte Herren-Mannschaft und eine gute Trainingsbeteiligung“, sagt der TTC-Kapitän. „Die Jugend ist auch im Aufschwung. Da hat sich in den vergangenen zwei Jahren etwas getan. Wir hatten einen Schnuppertag vor zwei Jahren. Von den Teilnehmern sind noch 90 Prozent bei uns und trainieren regelmäßig“, sagt Müller, der zusammen mit Karl Höh den Nachwuchs trainiert. Dazu gehören auch Müllers vier Enkel, die mit ihrem Opa gerne und immer wieder ins Training gehen. „Sie werden auch bald in der Jugend spielen“, erzählt er stolz.

„Den Gegner schätze ich stark ein, wir haben in der Vorrunde gegen sie verloren. Die stehen nicht umsonst vorne“, sagt Müller vor dem Duell gegen den Spitzenreiter BTTF Zweibrücken II. Der allerdings musste, obgleich die Fasnacht naht, nicht wie früher in Käshofen zwischen Faschingsschmuck spielen. „Wir haben dieses Jahr hier keine Fasnachtsveranstaltung“, berichtet Müller lachend. Vor rund 25 Jahren sei es dagegen noch an der Tagesordnung gewesen, um eben jenen Hallen-Faschingsschmuck herumzuspielen.

Diesmal nicht um Fasnachtsdeko herumgespielt

Nach über vier Stunden Tischtennis stand am Sonntagmittag dann ein 8:8 gegen die BTTF Zweibrücken II zu Buche. Nach einem 1:2 in den Doppeln aus Käshofer Sicht knackte Thomas Gros als erster Spieler in der Saison den Käshofer Patrick Müller. Die Käshofer lagen in einer ausgeglichenen Partie durchweg mit einem Zähler in Rückstand oder gleichauf. Zu kippen drohte die Partie für die Gastgeber, nachdem das BTTF-Team im mittleren Paarkreuz zwei Zähler durch Laura Molter und Artur Herte holte. 7:6 führten die Zweibrücker.

Doch Michael Hettinger auf Käshofer Seite bewies gute Nerven, wehrte, nach einem 0:2-Satzrückstand gegen Henrik Sostmann im Entscheidungssatz gleich vier Matchbälle ab und siegte noch mit 12:10. Weil auch Ralf Kaiser und der Käshofer Spitzenspieler Karsten Müller das Abschlussdoppel mit 3:2 Durchgängen gewannen, konnten die Käshofer sich doch noch das Remis sichern und liegen mit 19:5-Punkten als Dritter weiter in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen, die die BTTF Zweibrücken II (21:3) und der Sc Weselberg II (19:3) belegen.

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