Zweibrücken Auch Rollstuhlfahrer sollen Faschingsumzug sehen können

Die Stadtkapelle führte den Faschingsumzug an.
Die Stadtkapelle führte den Faschingsumzug an.

Beim nächsten Faschingsumzug in Zweibrücken soll es einen eigenen Bereich geben, von dem aus Menschen mit Handicap den Umzug sehen können. Das regt ein Stadtratsmitglied an.

Ihm sei aufgefallen, dass vor allem Menschen im Rollstuhl kaum die Chance hätten, den Umzug zu sehen, sagte Patrick Lang (Grüne) in der jüngsten Sitzung des Stadtrats. Dieses Jahr hätten Menschen mit Handicap, vor allem Rollstuhlfahrer, hinter der Ehrentribüne am Rande des Alexanderplatzes gestanden. „Rechts und links oder vor der Tribüne war schon alles mit Zuschauern besetzt. Ich habe mich dann auch mit den Menschen in den Rollstühlen und auch mit den Begleitpersonen unterhalten. Das Problem ist, dass sie sich aus verschiedenen, teils gesundheitlichen, teils organisatorischen Gründen, nicht früher einen Platz sichern können und so hinter der Tribüne gelandet sind. Von dort aus hat man nur leider eine äußerst schlechte Sicht und bekommt auch sonst wenig vom närrischen Treiben mit“, schilderte Lang und ergänzte: „Ich fand das sehr ungünstig, ja sogar traurig.“ Er schlägt vor, beim nächsten Faschingsumzug vor oder seitlich der Ehrentribüne einen Raum für Menschen mit Behinderung zu schaffen, damit auch sie sicher den Faschingsumzug sehen können. Bei der Stadt stößt er damit auf wohlwollen: „Uns ist das auch schon aufgefallen“, antwortete Oberbürgermeister Marold Wosnitza und ergänzte: „Die Planungen gehen dahin.“ Wer beim nächsten Faschingsumzug mitmachen möchte, kann am Donnerstag, 27. November, 19.30 Uhr, in den Ratssaal (Eingang Uhlandstraße) zum Koordinationsgespräch zur Vorbereitung des Umzugs 2026 kommen.

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