Zweibrücken
Arbeitsamt will für nächstes Frühjahr weitere Leute einstellen
Das neue Callcenter nennt sich Überlauf-Servicecenter. Die neuen Mitarbeiter nehmen Anrufe aus ganz Deutschland entgegen, wenn die eigentlich zuständigen Mitarbeiter zu viel zu tun haben. Die Agentur für Arbeit benutzt für telefonische Anfragen ein bundesweites System, das anhand der Wartezeiten erkennt, dass weitere Ansprechpartner gebraucht werden. Ist das der Fall, werden die Telefon-Servicemitarbeiter Schritt für Schritt als erste Ansprechpartner zugeschaltet. So können zum Beispiel Anrufe aus Ostdeutschland unter anderem zum Thema Bürgergeld bei den Mitarbeitern in der Südwestpfalz eingehen. Dieses Beispiel hatte Peter Weißler, Leiter der Arbeitsagentur Kaiserslautern-Pirmasens, im Januar genannt. Wenige Monate zuvor hatte das neue Callcenter in Pirmasens den Betrieb aufgenommen.
Am Jahresanfang hatte Peter Weißler damit gerechnet, dass Zweibrücken zur Jahresmitte starten könnte. So kam es auch: Anfang Mai haben sechs neue Mitarbeiter ihre Arbeit in Zweibrücken begonnen. Zehn weitere folgten zum 1. Juli. Sie bilden ein Team. Fünf Teams mit 65 Mitarbeitern plus Führungskräfte sind für beide Standorte vorgesehen. Die beiden Pirmasenser Teams sind bereits seit Herbst 2023 im Einsatz. Ein Teil der Pirmasenser ist nach Zweibrücken umgezogen.
Teppichboden ist für ein Callcenter besser
In Zweibrücken sollen noch zwei Teams folgen. Dafür wartet Peter Weißler aber noch auf die Freigabe aus der Zentrale in Nürnberg. Außerdem muss im Arbeitsamt an der Ecke Poststraße/Kaiserstraße noch ein wenig umgebaut werden. So soll in einem Stockwerk noch der PVC-Belag durch Teppichboden ersetzt werden – auch weil der den Lärm besser schluckt. Weißler rechnet damit, dass die noch fehlenden Mitarbeiter um den Jahreswechsel hin eingestellt werden und die beiden verbleibenden Teams im Frühjahr im Einsatz sind.
Daniel Stellmacher-Huck, der neue Bereichsleiter der beiden Service-Center, spricht von einer „sehr guten Bewerberlage“. Die Arbeitsagentur habe für das erste Zweibrücker Team viele Bewerbungen gehabt, über 40 Gespräche geführt und am Ende eine Auswahl getroffen. Es gebe auch eine Nachrückerliste, aber um Zusagen für nächsten beiden Teams zu geben, müsse man „warten, bis wir die Stellen haben“, sagt Agenturleiter Weißler. Die Mitarbeiter kämen aus der gesamten Südwestpfalz, von Hinterweidenthal bis Contwig – und eine Person aus Homburg –, sagt Stellmacher-Huck, der aus Pirmasens kommt. Er spricht von einem hohen Frauenanteil, darunter einige in Teilzeit. Um die Arbeitszeiten von montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags bis 14 Uhr abzudecken, gebe es Schichtpläne.