Handball
Angriff der VT Zweibrücken muss sich im Hunsrück umstellen
Dass es nach dem mitreißenden Stadt-Derby schwer wird, sich auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren, „das glaube ich nicht“, sagt Danijel Grgic, Trainer des Handball-Oberligisten VT Zweibrücken. Seine Mannschaft wisse genau, dass am Samstag erneut eine schwere Aufgabe auf sie wartet: Die VTZ gastiert bei der HSG Kastellaun/Simmern (Anwurf: 19.30 Uhr).
„Wir sollten in der Lage sein, die Spur konstant zu halten“, sagt Grgic und erwartet von seiner Truppe eine Leistung, wie sie sie auch im Derby gegen den SV 64 Zweibrücken gezeigt hat. Ganz knapp verlor die VTZ das Duell vor 1200 begeisterten Handballfans. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Alles was wir haben, haben wir in die Waagschale geworfen“, war Grgic mit der Leistung zufrieden. Bis auf wenige Momente: Beim ein oder anderen Treffer von Marc-Robin Eisel „haben wir nicht so kompakt in der Abwehr gestanden, wie wir uns das vorgenommen hatten“, analysierte Grgic Nuancen, die die Partie letztlich mit entschieden.
Nicht schwindlig spielen lassen
Kompakt stehen, so lautet auch beim Spiel im Hunsrück die Vorgabe für die VTZ-Defensive, die im Stadt-Derby durch ihr variantenreiches Spiel überzeugte, den gegnerischen Angriff immer wieder vor neue Aufgaben stellte. „Kastellaun/Simmern hat ein paar richtig gute Jungs, die Handball spielen können, wissen was sie tun“, hat Grgic Respekt vor dem kommenden Gegner, der in der Tabelle einen Platz hinter der VTZ rangiert. „Die stehen da nicht umsonst“, unterstreicht er . Vor allem der trickreiche Tunesier Abdelaziz Helaoui kann eine generische Abwehr schwindlig spielen. Nachweislich richtig gut in Form ist HSG-Rechtsaußen Patrick Hess, der vor zwei Wochen beim Gastspiel der Hunsrücker beim SV 64 schon eine starke Leistung bot. Bei seinen Würfen von der Außenbahn müssen auch die Torhüter hellwach sein.
HSG-Trainer Dobardzijev nach Sperre wieder dabei
HSG-Trainer Dejan Dobardzijev hat seine drei Spiele dauernde Sperre wegen Unsportlichkeit verbüßt, ist gleichfalls wieder eine Alternative im wurfgewaltigen Rückraum des Hunsrücker Teams. Die VTZ-Angreifer müssen sich umstellen: Zuletzt gegen eine bewegliche 3:2:1-Abwehr gefordert, heißt es jetzt, Lösungen gegen eine körperlich starke, defensiver agierende 6:0-Deckung zu finden. Disziplin im Angriff war ein Schlüssel zur guten Leistung im Derby. „Taktische Disziplin ist auch am Samstag gefragt“, unterstreicht Grgic.