Zweibrücken An Kerwe Nadelstiche gegen TSC-Zweite setzen

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«ZWEIBRÜCKEN.» Der SV Palatia Contwig will seine bislang blütenweiße Weste auch nach dem siebten Spieltag der A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken noch tragen. Der Gegner im Heimspiel am Sonntag um 17 Uhr ist der TuS Winzeln. Die Martinshöher Kerwe bringt es traditionell mit sich, dass die B-Klassen-Begegnung zwischen dem SV Martinshöhe und dem TSC Zweibrücken II am Sonntag bereits um 11 Uhr anfängt.

Wie makellos ist das denn? Ein halbes Dutzend Spiele, 18:0-Punkte. Spielleiter Jürgen Hoffmann vom SV Palatia Contwig kann sich nicht erinnern, wann eine erste Contwiger Mannschaft je so gut gestartet ist. „Ich wüsste nicht, dass das jemals so war“, sagt er. Das Trainergespann Stefan Kehl/Max Blum habe Akzente gesetzt, um eine ohnehin gut eingespielte Mannschaft noch enger zusammenwachsen zu lassen. „Die Spieler verstehen sich als Einheit“, liefert er eine Erklärung für den erfolgreichen Start. Er erinnert ans ursprüngliche Saisonziel: Die Palatia wollte sich unter den ersten fünf Teams der Spielklasse einsortieren. Dass es jetzt so gut laufe, habe die Mannschaft verdient, auch durch ihren Trainingsfleiß. Die Aufgabe gegen den TuS Winzeln werde nicht leicht, auch wenn der TuS zuletzt eine empfindliche 2:8-Schlappe gegen Leimen einstecken musste. „Wir wollen zu Hause eine Macht werden“, macht Hoffmann klar, dass er einen Heimdreier fest eingeplant hat. Christian Meier vom SV Martinshöhe hatte seit der A-Jugend-Zeit nicht mehr das Vergnügen, sonntags um 11 Uhr aufzulaufen. Am Sonntag sorgt die Martinshöher Kerwe für den frühen Anstoßtermin, SVM-Spielertrainer Meier hofft auf eine anständige Kulisse. „Um diese Uhrzeit kommen vielleicht einige Fußballer, die erst später selbst spielen“, meint er. Der Tabellenführer TSC Zweibrücken II sollte eigentlich jede Menge Volk aufs SVM-Sportgelände ziehen. Meiers Zwischenbilanz nach sechs Spielen ist durch vier Niederlagen getrübt, der Coach hatte aber auch mit personellen Probleme zu kämpfen. „Wir konnten keine zwei Spiele hintereinander in der gleichen Besetzung machen“, sagt er. Zudem bemängelt er die Chancenverwertung seiner Mannschaft, das SVM-Torverhältnis ist mit 12:11 fast ausgeglichen. Wie man’s besser macht, demonstrierten bislang die TSC-Kicker, mit bislang 28 Toren. Christian Meier beobachtete den Sportclub am vergangenen Sonntag beim 4:0 gegen den VfL Wallhalben, er stellte viel „individuelle Klasse“ fest. Seine Truppe werde sich aber nicht hinten reinstellen, das sei der falsche Weg. „Defensiv gut stehen und Nadelstiche setzen“, laute das Motto. In der C-Klasse West empfängt Spitzenreiter TuS Rimschweiler den SV Bottenbach II (Samstag, 18.30 Uhr). Der TuS rockt als neues Team die Klasse, die von Marco Schwarz und Andreas Schwab trainierte Truppe leistete sich in fünf Spielen keinen Patzer. Das spektakulärste Ergebnis war vor 14 Tagen das 23:0-Schützenfest gegen den TuS Wattweiler II, jetzt soll die Erfolgsserie zu Hause gegen Bottenbachs Zweite fortgesetzt werden. „Sicher sind wir von den bisherigen Ergebnissen her Favorit, aber auch das Spiel muss erstmal gespielt werden“, ordnet der Schwarz die Gäste keinesfalls als „Kanonenfutter“ ein. Aber sein Team habe sich inzwischen schon in einen Rausch gespielt. Die Tatsache, dass es das letzte Heimspiel vor dem Rasenplatzbau sein wird, tue ihr Übriges: „Wir werden sehr motiviert in das Spiel gehen.“

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