Zweibrücken
Amazon baut Zweibrücker Halle aus und sucht Personal
„Unser Vorhaben kommt sehr gut voran“, sagt Kathrin Amthor, Sprecherin von Amazon Deutschland. In diesen Wochen baut das Online-Versandunternehmen seine Logistikhalle auf dem Steitzhof zwischen Zweibrücken und Contwig um und aus. Wer sich dort für eine Arbeitsstelle interessiert, kann sich nun bewerben. Die Inbetriebnahme wurde für Herbst dieses Jahres in Aussicht gestellt.
Die 2023 errichtete Halle soll im Innern durch zwei zusätzliche Ebenen und durch Fördertechnik mit Transport-Robotern vervollständigt werden. Für einen Anbau mit Kantine, Büro- und Sozialräumen werden laut Amthor in diesen Tagen die Fundamente gesetzt. Auf dem Außengelände erweitern Arbeiter derzeit den Parkplatz um 200 zusätzliche Autostellplätze. Das Firmengelände befindet sich auf Contwiger Gemarkung; die Kreisverwaltung Südwestpfalz als zuständige Behörde hat Ende Oktober die Baugenehmigung für die Veränderungen erteilt.
Diese Berufsgruppen werden gesucht
In der zweiten Januarwoche hat Amazon damit begonnen, Mitarbeiterstellen für das Logistikzentrum auf dem Steitzhof auszuschreiben. Kathrin Amthor: „Wir beginnen unsere Einstellungen mit rund 80 freien Jobs für Fach- und Führungskräfte in den Bereichen operative Logistik, Qualitätssicherung sowie Mechatronik und Instandhaltung.“ Gesucht würden unter anderem Techniker, Anlagenmechaniker, Abteilungs- und Teamleiter sowie Qualitätsmanager. Eingestellt würden auch sogenannte Graduate Area Manager: Das seien Nachwuchsführungskräfte, die bei Amazon in einem elfwöchigen internen Programm auf Führungsaufgaben vorbereitet werden, um anschließend Teams zu leiten. Angekündigt ist die Schaffung von mehreren Hundert Arbeitsplätzen – auch für Beschäftigte im Versand, die keine berufliche Qualifikation mitbringen.
Freie Stellen gibt der Logistiker auf seiner Seite amazon.jobs im Internet bekannt.
Drittes Standbein in der Pfalz
Im Juni 2025 hatte die Sprecherin erklärt, der Standort auf dem Steitzhof werde das vierte Amazon-Logistikzentrum in Rheinland-Pfalz. Aktuell seien im Bundesland gut 6000 Mitarbeiter beschäftigt – in den bis dato drei Zentren in Kobern-Gondorf bei Koblenz sowie in der Pfalz in Kaiserslautern und Frankenthal. Wie in Kaiserslautern und Frankenthal sollen in Zweibrücken nach Amthors Angaben künftig „schwerpunktmäßig kleinere und mittlere Artikel“ gelagert werden.