Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Am Samstag A-Klasse-Derby Stambach gegen Contwig

Steven Hörner
Steven Hörner

Samstag, 16 Uhr: Derbyzeit auf dem Fußballplatz in Stambach. Der SC Stambach trifft in der A-Klasse als 13. auf den Tabellenzweiten, den SV Palatia Contwig. Ein Nachbarschaftsduell, das keineswegs in einem Hass-Derby gipfeln wird, wie die beiden Trainer Steven Hörner und Stefan Höh sagen.

„Wir kennen uns alle. Einige Spieler von uns wohnen in Contwig und andersrum, das wird alles auf einen sportlich fairen Wettkampf hinauslaufen“, betont SCS-Spielertrainer Hörner. Der 32-Jährige berichtet sogar davon, dass beide Teams schon über Wochen regelmäßig aufeinandertreffen. „Unser Rasenplatz muss über die Winterzeit geschont werden, darum durften wir freundlicherweise auf den Kunstrasen der Palatia ausweichen. Dienstags trainieren wir nebeneinander auf dem Platz.“ Was gleichzeitig bedeutet, dass Stambach bis auf das Heimspiel vor zwei Wochen gegen den FK Petersberg (3:1) und eine Trainingseinheit vor dem Derby schon lange nicht mehr auf dem eigenen Naturgeläuf zugange war. Das wird also nicht nur für die an den Kunstrasen gewöhnten Contwiger eine andere Spielwiese sein, sondern auch für die Gastgeber.

Hörners 1:0-Wunsch

Der SC Stambach hat in der Liga zuletzt Ende November verloren und möchte seine Unbesiegt-Serie auf vier Partien ausbauen. „Da muss natürlich ein Sahnetag her am Sonntag“, betont Hörner, für den die Contwiger die beste Mannschaft der Liga sind. Für den Materialplaner bei der Firma Kubota, der erfolgreichster Torschütze seines Teams ist, darf es am Sonntag ruhig mal etwas weniger „Spektakel“ sein: „Bei uns fallen immer viele Tore. Leider können wir ohne Gegentore kein Spiel beenden. Darum haben wir auch die zweitmeisten Treffer kassiert.“ Für Samstag wünscht er sich „einen einfachen 1:0-Heimsieg“. Nachdem der Aufsteiger ein paar Wochen gebraucht hatte, um sich an die Liga zu gewöhnen, möchte er nun endlich auch mit der Defensive in der A-Klasse ankommen.

Übungsleiter Stefan Höh vom SV Palatia Contwig bewertet das gemeinsame Training mit den Stambachern weder als Vor- noch als Nachteil. „Die können uns nichts abschauen, und andersrum wir ihnen auch nicht.“ Das ganze Gerede über Geheimtraining, da wird ihm auch bei den Profimannschaften oft zu viel Aufhebens darum gemacht.

Gute Mischung

Die Derby-Woche ist immer besonders, das möchte er nicht abstreiten: „Das ist auf dem Platz, unter den Spielern und im Sportheim schon ein Thema.“ Die Contwiger gehen aber mit dem gleichen Druck wie sonst auch ins Spiel. „Es ist schön, dass wir schon nach 18 Spieltagen sagen können, dass wir unser vorgegebenes Ziel mit einer Platzierung von eins bis fünf ziemlich sicher erreichen“, gibt er sich stolz auf seine Truppe. In der Mischung aus erfahrenen Haudegen und lernwilligen Jungen sieht der Key-Account-Manager eines Pharmaunternehmens den Schlüssel für die erfolgreiche Runde.

„Klar, wir wollen oben dranbleiben und so weit vorne wie möglich landen. Ich glaube, es gibt im Sport nichts Schlimmeres, als sich am Ende vorzuwerfen, nicht alles für den größtmöglichen Erfolg getan zu haben“, verdeutlicht Höh, dass die Palatia dem Gastgeber keine Geschenke in Form von lockerem Spielansatz mitbringen wird. Sollte trotz guter Leistung dennoch nichts dabei rauskommen oder der Aufstieg letztlich verpasst werden, „dann geht in Contwig die Welt nicht unter“.

Alle bleiben

Wie viel Spaß ihm das Engagement bei der Palatia macht und wie homogen seine Truppe zusammengestellt ist, das belegt Höh mit dem Hinweis, dass bereits alle Spieler für eine weitere Saison zugesagt haben. Er selbst und Co-Trainer Tim Hüther haben ebenfalls ihren Kontrakt verlängert.

Stefan Höh
Stefan Höh
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