Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Althornbach gewinnt Kerwespiel auf Rimschweilerer Rasenteppich klar

Freie Schussbahn für den Althornbacher Christoph Wolf. Rimschweilers Luca Lampert kann nur noch zuschauen.
Freie Schussbahn für den Althornbacher Christoph Wolf. Rimschweilers Luca Lampert kann nur noch zuschauen.

Als der TV Althornbach am Samstag seinen Jubelreigen nach dem 4:0-Auswärtssieg beim TuS Rimschweiler startete, da war einer schon nicht mehr dabei – Christoph Wolf. Der 34-Jährige war eigentlich schon auf dem Sprung zum Bereitschaftsdienst, nahm sich aber kurz Zeit, um der RHEINPFALZ als Spieler des Spiels ein paar Fragen zu beantworten.

So hektisch wie nach dem B-Klasse-Spiel (Gruppe A), war er während den 90 Minuten nie. Denn eigentlich ist, „Chris der Ruhepol und Ballverteiler in unserem Spiel“, wie ihn sein Trainer Michael Greinert beschreibt. Der Mittelfeldspieler, der am Samstag nicht nur seine Mitspieler mit Zurufen wie „lass’ klatschen“ oder „geh’ in die Box“ dirigierte und drei der vier Althornbacher Treffer vorbereitete, sorgte ebenso für die Grundordnung im Spiel des Tabellenführers.

„Nein Daniel, bleib hinten“, mahnte er Kollege Kempa kurz nach Wiederanpfiff bei eigenem Eckball und 3:0-Führung, die bis dahin weitgehend abgemeldeten TuS-Stürmer nicht alleine zu lassen. „Der Tapetenwechsel vor zwei Jahren hat mir gutgetan“, gab der technische Mediziner zu Protokoll. Als Contwiger Urgestein wagte er vor der Runde 2019/20 den Wechsel von der Palatia nach Althornbach. „Die Truppe ist super eingeschworen, ich spiele mit vielen hochtalentierten Spielern zusammen und alle wollen immer ans Maximum gehen“, beschreibt er seine Kollegen. Das sehe man nun besonders, da viele Verletzte zu beklagen seien.

Früaufs Einsatz sorgt für Ärger

„Uns kommt so ein Rasenteppich, auf dem man den Ball mal gepflegt laufen lassen kann, entgegen. Auf unserem harten Hoppelrasen tun wir uns immer schwerer.“ Apropos Verletzte: Tobias Früauf wurde „mit Akupunktur und Tabletten kurzfristig fit gemacht“, erklärte Greinert nach dem Spiel. Eine Tatsache, die die Rimschweilerer etwas verärgerte, aber das sei nicht der Grund gewesen, warum man chancenlos war. „Wir sind heute an unsere Grenzen herangeführt worden“, erklärte Spielertrainer Ahmed El Khadem-Neuhäuser.

„Schade, dass es gerade im Kerwespiel passiert ist, aber wir sind hier in einer Entwicklungsphase. Da gehört so etwas dazu. Wir haben noch einen langen Weg vor uns, bis wir dort sind, wo wir hinwollen.“ Viele Spieler im Kader kämen aus langen Verletzungsphasen oder hätten ein, zwei Jahre ganz pausiert. Da passe noch nicht alles zusammen, so der Coach, der seiner Elf bescheinigte, das Maximum herausgeholt zu haben.

Abstimmung fehlt

Eine Szene aus der 40. Minute zeigte die fehlende Spielpraxis und Abstimmung gut auf. Der reaktivierte Torwart Niklas Gilbert hielt einen von Aaron Dernbach getretenen Freistoß aus 20 Metern sicher, sein Abschlag landete aber prompt wieder in den Füßen von Dernbach, der TVA konnte sein Kurzpassspiel mit den ständig rochierenden Früauf, Benjamin Veith und Marius Müller in vorderster Linie aufziehen.

Auch wenn man sich der TuS nie aufgegeben hat, es kam nichts Zählbares dabei heraus: ein paar Freistöße von El Khadem und Dennis Gerlinger, dazu zwei Großchancen von Spielertrainer El Khadem (22.) und dem eingewechselten Islam Mohamed (46.). Beide waren jeweils alleine vor Torhüter Marcel Frary aufgetaucht, schossen aber neben beziehungsweise über das Gehäuse. Selbst nach der Roten Karte von Luca Wallach, wegen Nachtretens (70.), bekamen die Grün-Weißen kein Oberwasser. In Führung gingen die Gäste jeweils auf Zuspiel von Christoph Wolf durch Benjamin Veith (19., 32.) und Früauf (36.). TVA-Top-Torschütze Früauf legte in der 77. Minute dann Christoph Wolf einen Ball auf. „Da hatte ich Glück, dass ich ihn noch so getroffen habe“. Der Dreifachwechsel der Heimmannschaft direkt nach der Pause brachte zumindest mehr Stabilität in die Defensive.

So spielten sie

TuS Rimschweiler: Gilbert - Lampert, Fuhrmann (46. Lehmann), Becker, Fabian Hunsicker - Jannik Hunsicker, Hüther (46. Peifer), Dennis Gerlinger (46. Mohamed), Hamelin, Kiefer - Ahmed El Khadem-Neuhäuser.

TV Althornbach: Frary - Bender, Legrum, Pascal Schneider, Wachall - Jonas Schneider, Wolf, Dernbach - Veith (60. Kempa), Früauf (85. Hall), Müller.

Tore: 0:1 Veith (19.), 0:2 Veith (32.), 0:3 Früauf (36.), 0:4 Wolf (77.) - Gelbe Karten: Kiefer, Fuhrmann - Schneider - Rote Karte: Wallach (70.) - Beste Spieler: Lehmann, Peifer - Wolf, Früauf, Veith, Müller - Zuschauer: 250 -

Schiedsrichter: Justin Hasmann (TuS Wiebelskirchen).

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