Zweibrücken
Alte Ixheimer könnte noch vier weitere Wochen gesperrt bleiben
Alexej Goldnik, der Bauherr an der Ecke Max-/Alte Ixheimer Straße, sagte am Freitag auf Anfrage zur RHEINPFALZ, dass ein neues Problem zu weiteren Verzögerungen bei den Abrissarbeiten führen werde. „Am Haus Maxstraße 12 ist der Giebel nicht zu 100 Prozent standsicher“, beschreibt Goldnik einen Unterschied zur Situation, wie sie sich beim Haus Alten Ixheimer 3 dargestellt habe: Dort hätte man die Wände des „Kronprinz“-Gebäudes von innen heraus niederlegen können. „Aber weil bei der Maxstraße 12 der Giebel nicht direkt ans Nachbarhaus angrenzt, könnte er bei den Abrissarbeiten abstürzen“, so Goldnik.
Am Freitag habe sein Unternehmen daher damit begonnen, „die Giebelwand dieses Hauses durch Einbau einer zusätzlichen Stützmauer standsicher zu machen“. Erst wenn dies erledigt sei, könne der „Kronprinz“ komplett abgerissen werden. „Eigentlich müsste der betreffende Hausbesitzer für die Standsicherung sorgen“, meinte Alexej Goldnik. „Wir machen das jetzt aber trotzdem selbst, damit wir vorankommen.“ Das Haus Alte Ixheimer 3 habe man kurzfristig dazukaufen können, um dort die Probleme zu lösen. Das sei im jetzt aufgetauchten Fall aber nicht möglich.
„Spätestens ab Montag können wir die Sicherungsmauer hochziehen“, erklärte Goldnik, der damit rechnet, dass das etwa eine gute Woche dauern wird. Anschließend könne der „Kronprinz“ abgerissen werden. Alexej Goldnik: „Ich gehe davon aus, dass die Straße dann in drei, höchstens vier Wochen wieder freigegeben werden könnte.“
Klappt’s noch vor Beginn des Stadtfests?
Dann könnte der Wunsch von Pascal Dahler vielleicht doch noch in Erfüllung gehen: Der CDU-Fraktionschef im Stadtrat fordert, dass die Sperrung der Alten Ixheimer Straße „unbedingt vor dem Stadtfest aufgehoben“ werden müsse, das am 29. Juli beginnt – also in drei Wochen. „Wir beobachten überall, dass die Feste nach der Corona-Zwangspause stark besucht werden. Der Turnerjahrmarkt war ein Fingerzeig. Wenn die Alte Ixheimer noch gesperrt wäre, laufen wir ins Chaos. Eine der wichtigsten Stadteinfahrten muss zu Verfügung stehen.“ Notfalls müsse an den Baustellen mehr gearbeitet werden, damit rechtzeitig vor dem Stadtfest der Verkehr nicht mehr über den Notbehelf Fruchtmarktstraße umgeleitet werden muss.
Die städtische Beigeordnete Christina Rauch fasste sich am Freitag mit ihrer Einschätzung kurz: „Da die Abrissarbeiten noch nicht beendet sind, wird die Sperrung und derzeitige Umleitung beibehalten.“