Zweibrücken Abseits:

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Zweibrücken

, die Stadt des Sports, ehrte am Freitagabend ihre erfolgreichsten Sportler der Jahre 2014 und 2015. Es waren 267 Namen, die vorgelesen wurden – und die Liste ist nicht komplett. Denn die Stadt und der Stadtverband für Sport ehren auf Vorschlag der Vereine. Am Freitagabend fehlten einige Namen von Sportlern, die bei überregionalen Meisterschaften Titel gewannen oder vordere Plätze belegten: die Zweibrücker Reiter etwa oder die jungen Tennisspieler. Das Versäumnis der Vereine ist bedauerlich für die meist jungen Sportler, denen die verdiente Auszeichnung durch die Stadt entgeht. Die ist nicht nur eine öffentliche Anerkennung, sie ist ein kleiner Lohn für die Mühen und den enormen Trainingsfleiß; ein Ansporn, sich auch künftig anzustrengen. Die Sportlerehrung der Stadt ist eine Kontaktbörse, hier treffen sich Sportler und Funktionäre und tauschen sich aus. Das sollte gefördert werden. Dass die Veranstaltung das Publikum in der Hofenfels-Aula im Halbdunkel ließ, weil nur die Bühne erleuchtet war, ist etwas unglücklich. Löblich ist, dass alle 267 Namen der Geehrten genannt werden. Das zieht die Veranstaltung aber in die Länge, weil es Mehrfachnennungen gab und ganze Mannschaftskader verlesen wurden. Hier sollte sich der Stadtsportverband etwas einfallen lassen. Dass er im nächsten Jahr eine eigene Ehrung für verdiente Sportfunktionäre auf die Beine stellt, wie dessen Vorsitzender Marold Wosnitza ankündigte, ist in der Krise des Ehrenamtes ein tolles Signal. Der SV Palatia Contwig hat die vergangene Saison als Tabellensechster der A-Klasse abgeschlossen, eine ähnliche Platzierung hatte man der Mannschaft auch heuer wieder zugetraut. Der Saisonstart ging mit vier Pleiten in Folge aber völlig in die Hose, zwischenzeitlich hing sogar die Rote Laterne am Contwiger Bahnhof. Mittlerweile hat sich die Situation stabilisiert, die Palatia hat von den letzten vier Spielen drei gewonnen. Jüngstes Erfolgserlebnis war ein 3:1 zum Rückrundenstart gegen den als Tabellenzweiter angereisten MTV Pirmasens. Die Gäste waren zwar klar in der Favoritenrolle, doch Contwig machte in den letzten 18 Spielminuten aus einem 0:1 einen Heimsieg, strich dafür verdient drei Punkte ein. Spielleiter Jürgen Hoffmann schwärmt von der gezeigten Leistung. „Wir haben super gespielt, vor allem unser Torwart Moritz Betz hatte einen guten Tag.“ Die Palatia-Kicker hätten keine Angst vorm scheinbar überlegenen Gegner gehabt, sich nicht versteckt, sondern den Kampf angenommen. „Wir sind aufgetreten wie gegen ein Team aus der unteren Tabellenhälfte. Das hat sich ausgezahlt“, freut sich der Spielleiter. Die Köpfe der Spieler seien in den letzten Wochen hochgegangen, so könne man weiter guten Mutes Punkte für den Klassenerhalt sammeln. Bis zur Winterpause muss Contwig noch in Leimen und zu Hause gegen Ixheim antreten. Dass eine zweite Mannschaft ein Spiel absagen muss, kommt in schöner Regelmäßigkeit vor, so was bringt vor allem den Spielbetrieb in den C-Klassen durcheinander. Oft stecken Personalsorgen der ersten Garnitur dahinter, aus der zweiten Reihe müssen Spieler nach oben abgegeben werden. Oder der Gesamtkader der Zweiten erweist sich im Rundenverlauf als zu schmal, was auch mal zum komplettem Rückzug führt. Der B-Klassen-14. SV Wiesbach hat keine zweite Mannschaft im Spielbetrieb, hier ist – flapsig formuliert – die Erste selbst für Absagen zuständig. So geschehen jetzt am Wochenende, die Partie beim SV Herschberg II kam nicht zustande. Wegen Wiesbacher Personalmangels, wie dem Kurzbericht in der gestrigen Ausgabe der RHEINPFALZ zu entnehmen war. SVW-Spielleiter Steffen Martin muss von der Zuspitzung einer ohnehin sehr angespannten Situation berichten. Der Wiesbacher Kader bestehe aus 20 Fußballern und fünf „Stand-by-Kräften“, die im Notfall zur Verfügung stünden. „Spieler, die seit drei, vier Jahren eigentlich gar nicht mehr aktiv sind“, erklärt Martin. Diese Reaktivierten müssten nach nur wenigen Trainingseinheiten ran, was wiederum zu muskulären Verletzungen führe – die Aufstellungsproblematik drehe sich somit im Kreis. Gegen Herschberg II seien jetzt alle Stricke gerissen. Martin, der den B-Klassisten mit Peter Rausch auch trainiert, habe nur acht einsatzfähige Spieler gehabt. „17 Leute haben verletzungs- oder berufsbedingt gefehlt. Das hat im Verein so extrem noch keiner erlebt.“ Schon das Spiel der Vorwoche beim SV Martinshöhe sei kennzeichnend für die Lage gewesen: Da saßen die drei Vorstände des SVW als Ersatzspieler auf der Bank. Der SV Wiesbach, in der vergangenen Saison Zwölfter der Abschlusstabelle, hatte sich für die Spielzeit 2015/16 eigentlich eine Verbesserung vorgenommen. Bislang hinkt man diesem Vorsatz hinterher, Martin übt sich notgedrungen in Realismus. „Wir wollen einfach die Klasse halten.“ Er hofft, dass sich in der Winterpause zumindest die nicht ganz so schwer verletzten Stammkicker wieder einreihen, außerdem werde man sich nach Verstärkungen umschauen. „Wir müssen personell nachlegen.“ Eine Woche mit ausreichend Stammpersonal wünschen

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