Zweibrücken Abseits:

Die Stambacher Leistungskurve in der B-Klasse Pirmasens-Zweibrücken West war bislang eine Nulllinie. Der SCS hat in den acht Spielen seit dem Rundenauftakt gar nichts gerissen: Null Punkte, 41 Gegentreffer bekommen. Alles deutet daher auf einen schwierigen Saisonverlauf hin. Zumindest hat die Stambacher Mannschaft aber am Wochenende einen Punkt auf die Habenseite gebracht. Etwa 350 Zuschauer sahen am Sonntagmorgen das 1:1 der wackeren SC-Kicker beim A-Klasse-Absteiger SV Martinshöhe. Der frühe Anstoßtermin und die Publikumsgröße waren der Martinshöher Kerwe geschuldet. Dass es jetzt mal mit einem Teilerfolg geklappt hat, bestätigt den von Spielertrainer Sven Heilmann in letzter Zeit gewonnenen Eindruck einer ansteigenden Leistungskurve. „Schon in den Spielen gegen Ixheim und Oberauerbach haben wir besser gespielt als in den ersten sechs Partien der Runde“, sagt er. Die knappen Ergebnisse – 2:3 gegen Ixheim und 1:2 gegen Oberauerbach – hätten angedeutet, dass sich bald ein erstes Erfolgserlebnis einstelle. Das war dann gegen Martinshöhe der Fall. Heilmann geht davon aus, dass demnächst der erste dreifache Punktgewinn folgt: „Vielleicht noch nicht in der nächsten Partie gegen die starken Herschberger, aber in den dann folgenden Begegnungen spielen wir gegen Teams aus der hinteren Tabellenhälfte.“ Mitentscheidend für den spürbaren Aufschwung sei in Stambach die Mithilfe alter Hasen. „Carsten Reichert und Michael Semar spielen ja eigentlich schon in der AH-Mannschaft“, sagt Heilmann. Die Erfahrung und Übersicht der beiden Routiniers wirke sich positiv auf die ansonsten junge Mannschaft aus. Vergangene Woche sorgte ein gewisser Robert L. dafür, dass Fußball-Deutschland mit der Zunge schnalzte. Beim 5:1-Sieg der Bayern gegen den VfL Wolfsburg traf er innerhalb von neun Minuten fünfmal. Man muss freilich nicht nur vor einer solchen Individualleistung den Hut ziehen. Denn was die zweite Garnitur des SV Palatia Contwig am Wochenende hinbekommen hat, ist auch etwas für die Geschichtsbücher. Zumindest für die der C-Klasse Pirmasens-Zweibrücken West. Beim 15:0 gegen den FC Höhfröschen II stand es innerhalb von acht Spielminuten 8:0. „Da war jeder Schuss ein Treffer“, sagte Contwigs Spielleiter Jürgen Hoffmann. Diesen Spieltag werde man am Contwiger Bahnhof sicherlich nicht so schnell vergessen. Auch wenn die nicht vorhandene Qualität des Gegners das Spektakel etwas relativiert. „Es war ein Spiel neun gegen neun, wir hatten also entsprechend viel Platz“, so der Spielleiter. „Lewandowskische“ Treffsicherheit habe Contwigs Akteur Kevin Preyer gezeigt. Er steuerte sechs Tore zum denkwürdigen Kantersieg bei. Merke: Man braucht keinen polnischen Nationalstürmer auf den Platz zu schicken, um etwas Historisches zu erleben. Eine gut aufgelegte Contwiger Zweite tut es auch. Ein bischen war die Acht-Minuten-Show auch Trost für die anschließende Niederlage der Contwiger A-Klasse-Mannschaft. Das 2:3 gegen den FC Ruppertsweiler lässt Contwig I auf dem vorletzten Tabellenplatz verharren. Hoffmann meint: „Bei der Zweiten kann es so weiter laufen, bei unserer ersten Mannschaft muss es endlich besser werden.“