Zweibrücken Abseits:

Die Rückrunde war für den Bezirksligisten TSC Zweibrücken und seine Anhänger keine einfache Zeit, die Leistung fiel gegenüber der Vorrunde ab. Aus der Meisterschaft wurde denn auch nichts. Hinter dem SV Schopp auf dem zweiten Platz zu landen und in die Relegation einzuziehen, stellt für den Sportclub als Aufsteiger aber zweifelsfrei einen Riesenerfolg dar. „Das hätte vor der Runde keiner geglaubt“, sagt Pressesprecher Stephan Heidenreich. Dem verpassten Titel trauere man dennoch nach. Heidenreich spricht von „gemischten Gefühlen“ nach dem 3:1-Erfolg gegen Ramstein. Der Schopper Siegtreffer in Hinterweidenthal fiel spät, einige Minuten lang konnten sich die TSC-Kicker als Meister fühlen. „Gefeiert haben wir trotzdem“, berichtet der Sportclub-Sprecher. Es sei aber eine „kontrollierte Feier“ gewesen, schließlich stehen morgen und am Sonntag zwei harte Aufstiegsspiele gegen Karadeniz Bad Kreuznach an. Die terminliche Ansetzung der Partie gegen den Tabellenzweiten der Bezirksliga Nahe nennt Heidenreich „unglücklich“: „Das erste Spiel ist unter der Woche, das zweite am verkaufsoffenen Sonntag. Wir haben Spieler, die arbeiten müssen.“ Dennoch sei er sich „zu 80 Prozent“ sicher, dass der Aufstieg gelingt. Der zwölfte Tabellenplatz ist für die SG Rieschweiler II das Ergebnis einer wackeligen Bezirksliga-Saison. Bis einschließlich des sechsten Spieltags sah es an der Dicken Eiche ganz düster aus. Die SGR II war Schlusslicht der Liga. Mit einer Mannschaft, die nach und nach besser zusammenfand, kam Spielertrainer Jörg Lefebre in der Folge aber zu Punkten, mit der Eichhörnchen-Methode machte das Team langsam Boden gut. Die beste Saisonplatzierung war ein elfter Rang. „Zeitweilig hat man auf uns wohl keinen Pfifferling mehr gegeben“, blickt der Coach auf das schwierige erste Saisondrittel zurück. Kurz vor der Winterpause ist es seiner Mannschaft dann gelungen, brauchbare Ergebnisse einzufahren. „Spielerisch und kämpferisch hat es besser gestimmt, dafür wurden wir auch belohnt.“ Die Abschlusspartie beim TV/SC Hauenstein sei zum kleinen Endspiel geworden, der 3:1-Erfolg ließ die Gesamtpunktzahl der SGR II auf 38 steigen. Mit dieser Bilanz kann Lefebre leben. In der kommenden Runde werde es wohl nicht viel einfacher. Der Coach geht aber davon aus, dass die gewonnene Erfahrung dazu beitragen werden, den Klassenerhalt früher zu sichern. „Am Montag kann ich wieder sprechen.“ So darf jemand aus der Großsteinhauser Vorstandschaft zitiert werden. Am Samstag, kurz vor dem letzten Saisonspiel gegen den FC Knopp, ging man von verstärkten Feierlichkeiten mit anschließender Genesungsphase aus. Die Meisterschaft in der A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken sollte erst unter Dach und Fach gebracht – und dann würdig gefeiert werden. Bekanntlich gelang dem SVG durch den 4:2-Erfolg tatsächlich der Titelgewinn. Dass die komplette Funktionärsebene mittlerweile wieder bei Stimme sei, nimmt man ihr ungeprüft ab. SVG-Spielertrainer Andreas Langner war es gestern auf jeden Fall. Zum Zeitpunkt des Anrufs saß die Mannschaft gerade in einem Zweibrücker Szene-Lokal, Langner selbst konnte von den zurückliegenden Feierlichkeiten berichten. „Es ging bis in den frühen Morgen“, erzählte er und meinte den Morgen des Pfingstsonntags. Auch die obligatorische Treckerfahrt habe der frischgebackene Meister hingelegt, besucht wurden die Fußballvereine in Hornbach, Bottenbach und Kleinsteinhausen. Grillen beim Vorstand, gemeinsames Frühstück, so bringt man Pfingsten auch rum. „Jetzt ist erst einmal Sommerpause“, freut sich der Meistercoach. Eine Woche voller Aufstiegschancen und Gründen zum Fassaufmachen wünscht