Zweibrücken Ab Juli Parkschein statt Parkscheibe
Für bislang kostenlose Parkplätze Parkgebühren einzuführen, „ist nicht populär, aber wir kommen nicht drumrum“, sagte Norbert Pohlmann (Grüne) gestern im Stadtrat. So sahen’s auch die anderen Ratsmitglieder: Sie stimmten geschlossen dafür, dass das Parken auf dem ehemaligen AOK-Parkplatz hinter dem Reisebüro Rothhaar ab 1. Juli Geld kostet. Die Stadt erhofft sich dadurch Einnahmen von mehr als 50 000 Euro pro Jahr.
Derzeit parken die Autofahrer dort kostenlos, müssen aber eine Parkscheibe auslegen. Weil auch viele Besucher des katholischen Krankenhauses den Platz nutzen, wolle man prüfen, ob die Autofahrer künftig maximal drei Stunden parken dürfen, sagte Oberbürgermeister Kurt Pirmann. Bisher sind nur maximal zwei Stunden erlaubt. Der Parkplatz umfasst 59 Plätze. Drei davon sind für Behinderte ausgewiesen (), das soll auch künftig so bleiben. Gerhard Burkei (Linke) regte gestern an, die Parkplatzmarkierungen zu erneuern − „da wird oft kreuz und quer geparkt, und ein Auto nimmt mehrere Plätze ein“, sagte er. Norbert Pohlmann regte an, noch mal über eine Brötchentaste nachzudenken: eine Taste am Parkscheinautomaten, die ein Ticket auswirft, mit dem die Autofahrer ein paar Minuten kostenlos parken können − etwa, um Brötchen zu holen. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) hat erneut die verschuldete Stadt ermahnt, mehr Geld einzunehmen. Die ADD drängt bereits seit 2013 auf ein neues Parkraumkonzept: mehr kostenpflichtige Parkplätze, damit Zweibrücken mehr Geld einnimmt. „Das Bauamt ist dabei“, sagte Pirmann. Die Umwandlung des ehemaligen AOK-Parkplatzes sei „ein erster Schritt“. Erst einmal wird nur dieser bislang kostenlose Parkplatz kostenpflichtig − andere, etwa der Platz in der Uhlandstraße, werden noch nicht umgewandelt. Man wolle „einen Schritt nach dem anderen“ tun, sagte Stadtsprecher Braun der RHEINPFALZ. (sbn)