Zweibrücken Ab in die Muschel!

91-85565630.jpg

„Darf ich in deine Mupfel?“, fragt Ping, der Pinguin, Wawa, den Waran. Wawa lehnt ab. Die Riesenmuschel gehört ihm. Ihm allein. Sie ist sein Wohnhaus. Selbst das Urmel lässt er da nicht ran. Der Waran ist stolz auf gute Architektur und freut sich darüber. Das soll jeder tun. Das lernen die Kinder in der Augsburger Puppenkiste. Und jetzt in Contwig. Seit 16. April dürfen alle in die Muschel. Kinder und Erwachsene. Für einen Euro. Am Eingang steht ein Drehkreuz. Die Muschel – das ist der Wasserspielplatz. 2500 Quadratmeter groß. Da sind gleich zwei große Spielmuscheln eingebaut. Keine normalen Muscheln, die man auf- und zuklappen kann, die Grundfläche hat die Form einer Muschel. Sanft geschwungen, mit einen kleinen Abstufungen im Boden. In der ersten Muschel gibt es nichts als Matsch, nassen Sand. Mit der langen Stange an der Pumpe holt man sich das Wasser her. Das fällt nicht auf den Boden, sondern auf die oberste Stufe des Steintischs, dann auf die zweite, dann auf die dritte. Treppenarchitektur. Wieso? Auf Tischen kann man besser spielen. Man kann mit Sand das Wasser umleiten oder eben Matsch machen. Wie gut, dass Landschaftsarchitekten auch mal Kinder waren und sich daran erinnern! In der zweiten Spielmuschel kann man auch Wasser pumpen, aber ohne Sand. Dafür sieht man Rinnen und Kanäle aus Stein mit Staustufen auf verschiedenen Höhen – der Treppen-Effekt – und einen Bach, in dem das Wasser 15 Zentimeter hoch stehen kann. Ein Schaufelrad und sogar eine Schleuse gibt es. Und auf dem kleinen Hügel einen Wasserwald: Das sind Holzstangen, die Wasser spritzen. Zum Ausruhen und Hinsetzen gibt es Steine, Sitzquader aus Sandstein. Das spielerische Ding, ein Park, der das Sichbewegen fördert, hat 400 000 Euro gekostet. Erdacht hat es der Battweilerer Landschaftsarchitekt Stefan Laport. Beim Tag der Architektur war er schon 2012 mit seinem Spielplatz in Hornbach dabei. Nun hatte er sich wieder beworben und wurde angenommen. „Ich will den Berufsstand stärken – und den Wasserspielplatz. Er ist der erste Baustein im Tourismuskonzept der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land. Es ist wichtig, dass er gut angenommen wird. Und er passt zum Motto ,Architektur für alle’.“ Das muss er mal Wawa erzählen. Kultur Info Contwig, Am Schwimmbad 1

91-85591322.pdf
91-85598643.jpg
91-85598645.jpg
Mehr zum Thema
x