Handball RHEINPFALZ Plus Artikel 37:19 – Zweibrücker SV-Herren fegen Eckbachtal aus der Halle

Auch Fabian Naumann (hier beim Wurf gegen Fabian Quandt und (rechts) Lars Zalik) trug beim 22:9 in die Torschützenliste ein.
Auch Fabian Naumann (hier beim Wurf gegen Fabian Quandt und (rechts) Lars Zalik) trug beim 22:9 in die Torschützenliste ein.

Die Fasnachtspause hat den Oberliga-Handballern des SV 64 Zweibrücken nicht geschadet. Gegen Worms hatten sie vor der Spielpause den bis dato höchsten Heimsieg in dieser Runde gefeiert. Der ist schon Geschichte: Als neue Bestmarke steht seit Samstag der 37:19 (20:7)-Erfolg gegen die HSG Eckbachtal in der Saisonstatistik.

Seine persönliche Erfolgsstatistik schrieb SV-Co-Trainer Klaus-Peter Weinert fort. „Ich habe noch kein Heimspiel verloren, wenn ich Bulli vertreten habe“, sagte der künftige Chef-Coach der Zweibrücker erfreut, der aktuell den erkrankten Stefan Bullacher als Chef ersetzt. Am Samstag hatte Weinert einen echt entspannten Arbeitsabend. Das Zweibrücker Team hielt – was in dieser Saison in Heimpartien oft vermisst wurde – fast 60 Minuten lang die Konzentration oben, hatte sichtlich Lust auf Handball.

„Das war wirklich sehr ordentlich“, stellte Weinert zur Leistung fest, wusste aber auch einzuordnen, „dass es uns Eckbachtal heute nicht allzu schwer gemacht hat“. Das stimme, bestätigte HSG-Trainer Thorsten Koch und ergänzte: „Wir hatten uns vorgenommen, die Zweibrücker nicht ins schnelle Spiel kommen zu lassen. Der Plan ist gar nicht aufgegangen. Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen.“

Aufmerksame SV-Abwehr, viele Gegenstöße

Ballgewinne der aufmerksamen Zweibrücker Abwehr, die viele Fehler im Gäste-Angriffsspiel provozierte, dahinter ein gut aufgelegter Damian Zajac im Tor: Das waren Bestandteile des SV-Erfolgscocktails. Dazu kamen im Angriff ein erneut spielfreudiger und torgefährlicher Adam Soos. Die HSG-Abwehr, die den SV-Angreifern viel Platz ließ, konnte das nicht unterbinden, Philipp Kockler nicht stoppen und fand kein Mittel gegen die Gegenstöße der Zweibrücker, die unter anderem der vorgezogen deckende Benny Zellmer initiierte.

Mit 5:0 führte das SV-Team nach sechs Minuten. „Wir wissen, dass Zweibrücken eine körperbetonte Abwehr spielt. Man hat schon gemerkt, dass da beim ein oder anderen unserer Spieler auch ein bisschen der Mut fehlte, in die Tiefe zu gehen“, analysierte Thorsten Koch und zog dennoch auch Positives aus diesem Spiel. „Die Erfahrungswerte, die hier gesammelt wurden, sind für unsere jungen Spieler ganz wichtig.“

Sogar Tor-zum-Geburtstag-Plan geht auf

In der siebten Minute brach Fabian Quandt mit einem Treffer vom Kreis den Eckbachtaler Torbann. Wie motiviert die Zweibrücker waren, zeigte sich in dieser Szene, denn der Gegentreffer ärgerte sie sichtlich. Aber sie ließen diesmal den Gegner nicht ins Spiel kommen. Parade Zajac, direkter Pass auf Zellmer: 6:1. Die Gastgeber waren körperlich und gedanklich schneller. Bestes Beispiel die 37. Spielminute: Soos hatte zum 24:10 getroffen. Zellmer nutzte unmittelbar hinter der Mittellinie eine Eckbachtaler Unsicherheit zum Ballgewinn und netzte zehn Sekunden danach zum 25:10 ein. Zweibrücken war eindeutig Herr im Haus, ließ sogar noch einige hochkarätige Chancen liegen.

Klaus-Peter Weinert nutzte das, um allen Akteuren Spielanteile zu geben. Jeder Feldspieler trug sich in die Torschützenliste ein. Besonders gefeiert wurde der Treffer von Lasse Finck, der zunächst einen Strafwurf an den Pfosten geworfen hatte, zum 31:13. „Die Mannschaft hat wirklich alles daran gesetzt, um ihm sein Tor zu ermöglichen“, stellte Weinert schmunzelnd fest. Finck feierte nach der Partie in seinen 25. Geburtstag rein. Neben Weinerts Spielplan ging also auch der Tor-zum-Geburtstag-Plan seiner Mannschaft auf.

So spielten sie

SV 64 Zweibrücken: Zajac, Haubeil (ab 44.) - Grieser (4), Soos (5), Kockler (7) - Hammann (5), Zellmer (5) - Meister (2) – Kroner (3), Winter (1), Naumann (1), Finck (1), Eberhard (3)

HSG Eckbachtal: Schipper, Hahn (ab 31.) - Jochen Schloß (1/1), Müsel (1), Philipp Schloß (1) - Zalik, Lerzer (1) - Quandt (3) – Schreiber (6), Kassel (1), Löhmar (2), Ebel, Pabst (3)

Spielfilm: 5:0 (6.), 9:1 (14.), 15:3 (20.), 20:7 (Halbzeit), 29:12 (44.), 37:19 (Ende) - Zeitstrafen: 0:2 - Siebenmeter: 1/0 - 1/1 - Beste Spieler: Soos, Kockler, Zellmer – Schreiber - Zuschauer: 250 - Schiedsrichter: Frank/Balagny (Vallendar/Bad Ems).

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