Zweibrücken 23 U13-Teams für das Zwölfer-Feld

Edenkoben. „Jawohl, in der kommenden Spielsaison wird es erstmals im Bereich des Südwestdeutschen Fußballverbands eine Verbandsliga für die D-Junioren geben“, bestätigte der Vorsitzende des Verbandsjugendausschusses, Jürgen Schäfer, eine Information der RHEINPFALZ. Melden konnten sich alle 42 Landesligisten. Da die Meldungen mit 23 U13-Teams überraschend hoch waren, wird es eine Quali-Runde geben, aus der sich die zwölf Mannschaften der neuen Verbandsliga Südwest zusammensetzen. Aus dem Fußballkreis hat sich nur der FK Pirmasens gemeldet.
„Die Forderung, erstmals schon bei den U13-Teams eine Regionalliga einzurichten, ist von den großen Vereinen ausgegangen“, informiert Schäfer darüber, warum sich der Verband mit dem Thema beschäftigt und nach Wegen gesucht hat, dem Rechnung zu tragen. „Aber wir können den zweiten Schritt ja nicht vor dem ersten tun. Das heißt: Erst müssen wir auf die Verbandsebene hoch. Dann kann irgendwann auch die Regionalliga folgen“, erläutert der Vorsitzende des Verbandsjugendausschusses. Immer mehr Großvereine würden neben den Punktrunden noch Freundschaftsspiele oder Turniere spielen, um sich mit Mannschaften auf gleichem Niveau zu messen. Ein Argument ist auch die bessere Vorbereitung auf die C-Junioren-Regionalliga und -Verbandsliga. Die Lücke soll jetzt geschlossen werden. Da die Spielrunde schon am Laufen war, musste das Regularium durchdacht und auf rechtlich einwandfreie Füße gestellt werden. „Wir können ja niemand ausschließen und haben deshalb alle 42 Landesligisten angeschrieben“, erläutert Schäfer. Nur die Landesligisten auf den Abstiegsplätzen seien davon ausgeschlossen. Auch die Aufsteiger aus dem Kreisligen haben keinen Anspruch, da sie sonst in den Genuss eines doppelten Aufstiegsrechtes kommen würden. Die Bewerbungsfrist war am 15. Februar abgelaufen. Die Überraschung: 23 Vereine haben sich beworben. „Mit so vielen haben wir nie und nimmer gerechnet“, bekennt Schäfer. Gesetzt den Fall, der Verbandsjugendausschuss segnet das am 10. März ab, wird gleich nach Ende der Saison am 14. Juni eine Qualifikationsrunde bis zum 15. Juli gespielt. Die Teams spielen in drei Sechser-Gruppen und einer Fünfer-Gruppe die zwölf Teilnehmer der ersten Saison für eine D-Junioren-Verbandsliga aus. Die Tabellenführer der vier Landesligen werden gesetzt, die ersten Drei pro Gruppe sind qualifiziert. „Es gibt eine einfache Runde, jeder gegen jeden, ohne Rückspiel. Es soll mittwochs und samstags gespielt werden“, plant Schäfer schon im Detail. Die Qualifikationsrunde wird mit dem neuen Jahrgang gespielt. Da der Jahrgang 2002 kommende Saison aufrückt in die C-Jugend, wäre dies der Jahrgang 2003, der ältere D-Junioren-Jahrgang. Die Qualifikation spielen dann die Jungs oder auch Mädchen, die kommende Saison in der U13-Verbandsliga spielen. Da der DFB im U13-Bereich maximal ein Neuner-Feld zulässt, wird auch hier Neun gegen Neun gespielt. Sechs Auswechselspieler sind erlaubt. „Wir überlegen noch, ob wir vier Absteiger haben werden oder ob es auf drei reduziert wird. Aber da haben wir noch Zeit.“ Aus den vier Landesligen gibt es auch 2016 vier aufstiegsberechtigte Teams für die Verbandsliga. „Man muss auch überlegen, ob sich für die Landesliga dann noch ein 14er-Feld halten lässt“, sagt Schäfer. „Aus dem Fußballkreis Pirmasens/Zweibrücken hat sich nur der FK Pirmasens beworben.“ Mit dem FKP, 1. FC Kaiserslautern, TSG Kaiserslautern und SFC Kaiserslautern sind aus der Westpfalz vier Bewerbungen eingegangen. Meldeberechtigt wären aus dem Fußballkreis noch der Landesliga-Zweite SVN Zweibrücken und der SC Hauenstein (11.) gewesen. Die meisten Meldungen (9) kamen aus Rheinhessen. Dahinter folgen Vorderpfalz (7) und Nahe (3).