Handball
17 klasse Zajac-Paraden verhelfen SV 64-Team zum Heimsieg im Top-Spiel gegen Budenheim
Eine Minute vor Abpfiff des Oberliga-Top-Spiels zwischen dem Tabellendritten SV 64 Zweibrücken und dem Zweiten SF Budenheim traf Sebastian Meister vom Kreis zum 33:23 für den SV 64. Meisters Mitspieler umarmten da schon mal den Mann, der einen Riesen-Anteil am klaren Zweibrücker Erfolg hatte: Torwart Damian Zajac.
Zajac ließ auch keinen 24. Budenheimer Treffer mehr zu. Den Schlusspunkt setzte SV-Kapitän Philipp Hammann, der zum 34:23 (18:12)-Endstand einnetzte. „Das hatten wir uns so nicht vorgestellt“, bekannte Budenheims Trainer Volker Schuster und analysierte: „Wir haben 60 Minuten lang keinen Zugriff auf das Spiel bekommen.“
SV-Serie hält: achter Sieg im achten Spiel in Folge
Sein Gegenüber, SV-Trainer Klaus-Peter Weinert, hatte hingegen doppelten Grund zum Strahlen: Zwei Serien hatten gehalten. Weinerts persönliche Serie, als verantwortlicher Coach noch nie ein Heimspiel mit der ersten Mannschaft verloren zu haben, und die aktuelle Erfolgsserie des SV 64: achter Sieg im achten Spiel in Folge. „Das war eine wirklich gute Leistung der gesamten Mannschaft“, lobte Weinert.
Dass der Sieg so deutlich ausfallen würde, „damit haben wir ehrlicherweise nicht gerechnet. Aber der hätte sogar noch höher ausfallen können“, verwies Weinert auf weitere gute, nicht genutzte Chancen. Die blieben liegen, weil bei Budenheim mit Karim Ketelaer gleichfalls ein Meister seines Fachs zwischen den Pfosten stand. 14 Paraden verzeichnete Ketelaer, hatte großen Anteil daran, dass die Gäste nach der Pause zwischenzeitlich wieder in Schlagdistanz kamen. „Genau so weiter, genau die Bereitschaft“, feuerte Ketelaer seine Vorderleute an, als diese durch Stefan Corazollas Treffer auf 16:19 (37.) verkürzt hatten, Weinert eine Auszeit nahm.
Schuster: Zweibrücken hatte immer eine Lösung
„Aber ich muss ehrlicherweise gestehen, dass ich nie das Gefühl hatte, dass wir dieses Spiel noch drehen“, bekannte Schuster. Vielleicht auch, weil Weinert perfekt wechselte, nach der Auszeit Fabian Naumann brachte, der sich halbrechts durchtankte und zum 20:16 traf. Und natürlich weil Damian Zajac, der 26-jährige SV-Schlussmann, mit 17 Paraden einmal mehr eine glänzende Vorstellung bot. Aber auch, weil die SV-Abwehr den wurfstarken Budenheimer Rückraumspielern den Zahn zog.
Der SV-Angriff, dirigiert von Adam Soos, lief zudem sehr rund. Vor allem Philipp Kockler, der das Hinspiel verletzungsbedingt verpasst hatte, war mit seinen Würfen aus der zweiten Reihe nicht zu stoppen. „Egal, mit welcher Abwehrformation wir gespielt haben: Zweibrücken hatte eine Lösung“, lobte Schuster.
Hammann gewinnt diesmal Duell gegen Ketelaer
Auch auf den Außenpositionen. „Das war ein ganz gutes Spiel von uns als Mannschaft. Aber ja, ich bin auch mit meiner Leistung ganz zufrieden“, bekannte SV-Kapitän Philipp Hammann. Sechsmal – einmal wieder nach erfolgreicher Kempa-Variante mit Linksaußen Benny Zellmer – überwand er Ketelaer. „Heute habe ich das Duell wohl gewonnen“, sagte Hammann lachend und verriet, dass er aus dem Hinspiel was gutzumachen hatte. „Dort habe ich nur einen von acht eingenetzt. In Budenheim hat Karim das Duell klar für sich entschieden.“
Nach einer Viertelstunde war die Partie ausgeglichen. Kockler und Tom Grieser warfen die SV-Löwen zur 7:5-Führung. Die erste Zwei-Tore-Führung in diesem Spiel – und die sollten die Zweibrücker nicht mehr aus der Hand geben. Im Gegenteil. Gestützt auf den im positiven Sinne heiß laufenden Zajac bauten sie den Vorsprung aus. Als Budenheims Rechtsaußen Patrick Hess zwei Minuten auf die Bank musste, nutzten Adam Soos und Zellmer Ballgewinne, um zum 15:9 und 16:9 ins leere Budenheimer Tor zu treffen. „Booom“, feierte Zajac seine nächste Parade lautstark und beschrieb so perfekt die Dominanz der Zweibrücker.
So spielten sie
SV 64 Zweibrücken: Zajac, Haubeil (Siebenmeter) - Grieser (4), Soos (6), Kockler (8) - Hammann (6), Kroner - Meister (3) – Zellmer (5/1), Bayer (1), Naumann (1), Finck, Winter, Eisel
SF Budenheim: Ketelaer - Dübal (4), Kühn, Corazolla (3) - Hess (9/3), Ludwig (1) - Rigterink (2) – Nagel (4), Tessnow, Schieke, Acer
Spielfilm: 5:5 (10.), 7:6 (15.), 9:6 (17.), 17:9 (26.), 18:12 (Halbzeit), 19:16 (37.), 22:17 (40.), 24:21 (44.), 31:22 (56.), 34:23 (Ende) - Zeitstrafen: 4:3 - Siebenmeter: 5/2 - 3/3 - Beste Spieler: Zajac, Hammann, Kockler - Ketelaer, Hess - Zuschauer: 350 - Schiedsrichter: Mayer/Landgraf (Göllheim/Eisenberg).