Saarbrücken 13-Jähriger läuft weg: Vater weigert sich, seinen Sohn aufzunehmen

Die Suche nach einem Schlafplatz für einen ausgebüchsten 13-Jährigen gestaltete sich schwierig. Vater und Jugendamt wollten ihn
Die Suche nach einem Schlafplatz für einen ausgebüchsten 13-Jährigen gestaltete sich schwierig. Vater und Jugendamt wollten ihn zunächst nicht aufnehmen.

Von Patrick Göbel

Ein 13-Jähriger, der laut seiner Aussage schon vor Tagen von zu Hause weggelaufen sei, meldete sich am Donnerstag gegen 21.30 Uhr bei der Saarbrücker Bundespolizei. Der anschließend kontaktierte Vater weigerte sich, seinen Sohn wieder daheim aufzunehmen. Grund seien „jüngste Vorfälle“, sagte der Vater laut Polizei. Das Jugendamt und die Familienhilfe seien darüber in Kenntnis gesetzt, sagte der Vater des Jugendlichen. Daher versuchten die Polizeibeamten, über den Bereitschaftsdienst des Jugendamtes einen Platz für ihn zu finden. „Dies gestaltete sich aber äußerst schwierig, da der 13-Jährige bereits in der Vergangenheit in allen lokalen Wohngruppen untergebracht war und wegen seines Verhaltes jeweils verwiesen wurde“, berichtet die Polizei. Am Ende wurde dann doch noch ein Platz für den Ausreißer gefunden. Gegen 3 Uhr nachts wurde er dorthin übergeben.

x