Zweibrücken 10 000 Quadratmeter für Senioren
Pflegeheim und betreutes Wohnen am Fasanerieberg – Zusammen 100 Plätze – Stadt stellt Bebauungsplan auf
Der Bauausschuss berät in seiner heutigen Sitzung ab 17 Uhr im Rathaus über die Aufstellung des Bebauungsplanes „Wohnen und Pflege am Fasanerieberg“ im beschleunigten Verfahren. Auf dem rund 10 000 Quadratmeter großen Gelände zwischen der Quebec- und Ontariostraße sollen 80 Plätze für eine vollstationäre Altenpflegeeinrichtung und 15 bis 20 Tagespflegeplätze für Menschen mit Demenz entstehen. Die Gebäude der stationären Seniorenhilfeeinrichtung und der integrierten Tagespflege errichtet das Diakoniezentrum Pirmasens, das auch das Haus Sarepta in Contwig betreibt, in einer Bauherrengemeinschaft mit der Zweibrücker Herzog-Wolfgang-Stiftung. Ergänzend dazu baut die Gesellschaft für Wohnen und Bauen (Gewobau) direkt im Anschluss zur Quebecstraße hin eine betreute, seniorengerechte Wohneinrichtung. Der gesamte Bereich wird als Sondergebiet mit der etwas sperrigen Bezeichnung „Seniorenzentrum mit vollstationären und Tagespflegeeinrichtungen sowie ergänzende Wohnformen für betreutes und altengerechtes Wohnen“ ausgewiesen. Bis auf das Gewobau-Gebäude für heimverbundenes Wohnen, das drei Geschosse umfasst, sind alle anderen Bauten nur zweigeschossig angelegt. Ein Quartierstreff und eine Cafeteria ergänzen das Ensemble. Um das Projekt realisieren zu können, müssen vier dreigeschossige Mehrfamilienhäuser weichen, und das terrassenförmige Gelände muss neu modelliert werden. Die Gewobau will die Mieter der Mehrfamilienhäuser in anderen eigenen Wohnungen unterbringen. Der Bedarf an stationären Plätzen in der Altenhilfe ist nach Angaben der Stadt unverändert hoch. Alle Einrichtungen seien ausgelastet, so dass pflegebedürftige Bürger in Nachbargemeinden ausweichen müssten. Mit dem neuen Projekt schaffe man hier Entlastung. Neben den 80 Plätzen für die Altenpflege und den bis zu 20 Plätzen für an Demenz Erkrankte gibt es das heimverbundene betreute Wohnen. Dabei handelt es sich um eine eigene Einrichtung. Dort leben Menschen in Selbstständigkeit, die entweder schon einen Hilfebedarf haben oder die Sicherheit von professionellen Diensten im Hintergrund haben möchten. Das Diakoniezentrum Pirmasens rechnet für den Bau des Pflegeheims und der Tageseinrichtung mit Kosten von rund neun Millionen Euro, die Gewobau fürs heimverbundene Wohnen mit Kosten von 2,5 Millionen Euro. Die Anfangsmiete soll 5,10 Euro pro Quadratmeter betragen. Baubeginn soll im Laufe des kommenden Jahres sein. Das Diakoniezentrum will mit der Einrichtung 70 Arbeitsplätze schaffen.