Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Tesla-Ansiedelung: Zweibrücken zieht im Stechen mit Brandenburg knapp den Kürzeren

Mit Tesla wäre ein Automobilmontagewerk nach Zweibrücken gekommen. Namhafte Hersteller nutzen schon jetzt den ehemaligen Flughaf
Mit Tesla wäre ein Automobilmontagewerk nach Zweibrücken gekommen. Namhafte Hersteller nutzen schon jetzt den ehemaligen Flughafen für die Langzeit-Erprobung. Eigentümer Triwo hat ein Kfz-Testcenter eingerichtet. Foto: cps

Zweibrücken, das Gelände des Triwo-Flugplatzes, war bis zuletzt ein heißer Kandidat für die Ansiedlung des europäischen Montagewerks und der Batterie-Fabrik des US-Autobauers Tesla. Das sagte Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) am Mittwoch.

Es habe Ende September eine Präsentation mit der Europa-Spitze von Tesla in Zweibrücken gegeben. Vieles von Tesla Vorausgesetzte habe man dabei als möglich aufzeigen können, nicht jedoch einen direkten Bahnanschluss. Sicher sei, dass Zweibrücken unter den letzten drei, vielleicht sogar nur zwei, Kandidaten gewesen sei. Tesla-Chef Elon Musk hatte am Dienstagabend bei einer Veranstaltung in Berlin bekanntgegeben, eine Fabrik in Brandenburg, südöstlich von Berlin, bauen zu wollen. 6000 bis 7000 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden und zusätzlich in Berlin ein Entwicklungszentrum entstehen.

Ein Jahr Geheimverhandlungen

Nach RHEINPFALZ-Informationen hatten westpfälzische Akteure zusammen mit der Landesregierung massiv für eine Ansiedlung von Tesla auf dem Gelände des 2014 in Insolvenz gefallenen Flughafens Zweibrücken geworben. Die Verhandlungen liefen mehr als ein Jahr und waren geheim gehalten worden. Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium bestätigt diese am Mittwoch. Eine Sprecherin von Minister Volker Wissing /FDP) sagte: „Dass Zweibrücken es in die engere Auswahl geschafft hatte, zeigt deutlich, wie attraktiv der Standort ist. Zweibrücken hat sich insbesondere einen Namen als Standort für die technologieoffene Entwicklung und Erprobung von innovativen Fahrzeugen und Fahrzeugkomponenten gemacht.“ Letztendlich Grund für die Entscheidung von Tesla sei, so schätzt es das Wirtschaftsministerium in Mainz ein, dass die nun ausgewählte Fläche in Brandenburg einfach größer sei als der Standort in Zweibrücken.

Triwo-Chef: Werden Zweibrücken entwickeln

Der Vorstand der Triwo AG, Peter Adrian, sprach von einer starken Zweibrücker Bewerbung. Auch wenn die Enttäuschung nun groß sein, werde man die Standortentwicklung um das Kfz-Testcenter und den Flugbetrieb vorantreiben. Man habe nun diesbezüglich wieder Planungssicherheit.

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