Zweibrücken In Maßweiler und in Mauschbach verlieren die Amtsinhaber die Wahl

Jürgen Herzog kann die zwei Jahrzehnte an der Spitze von nicht voll machen: 1995 ins Amt gewählt und aus vier Bürgermeisterwahlen als Sieger hervorgegangen, musste er sich gestern geschlagen geben. Herbert Semmet von der CDU ist neuer Bürgermeister von Maßweiler. Dabei war es äußerst knapp: Semmet bekam 348 Stimmen, Herzog 334. Die Wahlbeteiligung war hier mit über 80 Prozent sehr hoch. Auch in gibt es einen Wechsel: Im dritten Anlauf gewinnt Bernhard Krippleben gegen Helmut Tiedtke von der SPD. Der hatte 2004 und 2009 noch mit 13 und mit 19 Stimmen vorne gelegen, diesmal lagen nur elf Stimmen zwischen den beiden: Krippleben gewann mit 105 zu 94 Stimmen. Knapp war es diesmal auch in , wo Erich Buchmann (FWD) zum zweiten Mal Amtsinhaberin Doris Schindler herausforderte. Vor fünf Jahren hatte sie mit zwei Dritteln der Stimmen gewonnen, diesmal waren es nur noch etwas über die Hälfte. 40 Stimmen gaben am Ende den Ausschlag. 847 Dellfelder hatten gewählt. Vor 15 Jahren wollte Martina Wagner (CDU) schon einmal Bürgermeisterin von werden. Damals unterlag sie Ludwig Doniat (SPD), der zum ersten Mal ins Amt gewählt wurde und bei den nächsten beiden Wahlen keinen Gegenkandidaten hatte. Nun, da Doniat nicht mehr kandidierte, traten seine Stellvertreter an, um ihn zu beerben. Dabei hatte die zweite Beigeordnete Martina Wagner gegenüber dem ersten Beigeordneten Karl-Heinz Rohrbacher von der SPD die Nase vorne. Sie siegte deutlich mit zwei Dritteln der Stimmen. In hatten die Bürger wie schon 1999 die Wahl zwischen Ute Klein (SPD) und Bernd Kipp (UWG). Wie vor 15 Jahren setzte sich die Amtsinhaberin durch, allerdings mit zehn Prozentpunkten weniger als damals: mit 63,6 statt mit 73,6 Prozent. In hat Barbara Schommer (SPD) ihr Ergebnis vom April 2012 verbessert. Damals wurde sie mit 67,9 Prozent ins Amt gewählt. Diesmal wurde sie mit 77,4 Prozent bestätigt. Während 2012 gerade mal jeder zweite Martinshöher Wahlberechtigte seine Stimme abgab, lag die Wahlbeteiligung diesmal bei 68,9 Prozent. Das heißt: In absoluten Zahlen fällt die gestiegene Zustimmung noch deutlicher aus. Vor zwei Jahren stimmten 477 Martinshöher für Schommer und 225 dagegen. Diesmal ging es 613 zu 179 aus. Rudi Molter aus konnte im Vergleich zu 2009 sein Ergebnis verbessern, obwohl er weniger Ja-Stimmen bekam: Er wurde damals mit 289 zu 205 Stimmen ins Amt gewählt, diesmal erhielt er 283 Ja und nur noch 98 Nein. Das heißt: Die Hälfte der Leute, die Molter nicht als Bürgermeister mögen, blieben diesmal einfach zu Hause. Denn die Wahlbeteiligung lag nur noch bei 65 statt bei 80 Prozent. In hat sich Thomas Martin gefangen: 1999 mit 80 Prozent gewählt, sank er 2004 auf 71 Prozent und 2009 auf 58 Prozent. Diesmal ging es wieder aufwärts: auf 65 Prozent. Ebenfalls gesteigert hat sich im Nachbarort Emil Mayer: Der hatte vor zehn Jahren ohne Gegenkandidat genauso viele Stimmen wie 2009 mit: um die 54 Prozent. Diesmal holt er gegen Rudi Wagner einen deutlichen Sieg mit fast drei Vierteln der Stimmen. Paul Sefrin, Bürgermeister von , konnte der Streit um die Mehrkosten beim Dorfzentrum nichts anhaben: Er gewann gegen den SPD-Herausforderer Egon Emser deutlich mit rund 250 Stimmen Vorsprung und damit auch deutlicher als 2009, als er gegen Achim Scherer von der SPD antrat. Gewählt wurden auch zwei Neulinge, die bisher noch nicht kommunalpolitisch in Erscheinung getreten waren: Peter Lethen in mit fast 75 Prozent und Andrea Henner in mit 60 Prozent. Das beste Ergebnis im Zweibrücker Land bekam Gunther Veith aus : 91,2 Prozent. Er ist der einzige, bei dem ganz vorne eine 9 steht. Die meisten Stimmen bekam Karlheinz Bärmann mit 1817, der im großen Bürgermeister ist – wo es erstmals keine Gegenkandidaten gab.