WORMS Wormser Klinikum baut neuen Endoskopie-Trakt
„Unsere Räumlichkeiten sind vor mehr als 40 Jahren gebaut worden“, erklärt Professor Dr. Tim Zimmermann, der Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Wormser Klinikum ist. Seitdem habe sich nicht nur der medizinische Fortschritt massiv weiterentwickelt, sondern auch die Patientenzahlen seien rasant gestiegen.
„Heute behandeln wir rund doppelt so viele Menschen wie noch vor zehn Jahren“, unterstreicht Zimmermann. Aus seiner Sicht braucht der Fachbereich dringend mehr Platz, weil der endoskopische Fortschritt ihn wortwörtlich an seine räumlichen Grenzen gebracht habe.
Schluss mit weiten Wegen
Hinzu komme, dass einige Diagnostikeinheiten aus Platzgründen auf mehrere Flure verteilt seien. Die Folge nach Angaben des Chefarztes: Sowohl Mitarbeiter als auch Patienten müssten mitunter weitere Wege zurücklegen. Auch das soll sich mit dem Umbau ändern: In den neuen Räumlichkeiten sind alle Einheiten zentral gebündelt.
Wie das Klinikum mitteilt, soll in den ehemaligen Räumen der Physiotherapie und Schreibzentrale ein vollkommen neu gestalteter Endoskopie-Bereich entstehen. Die geplante Erweiterung umfasse separate Räume für Magen-, Darm- und Bauchspiegelungen sowie Ultraschalluntersuchungen mit innovativen, KI-unterstützten Gerätschaften ebenso wie einen Befundungsraum mit großen Monitoren.
Zentrale Aufnahme und Warteräume
Weiteren Angaben zufolge ist ein hochmoderner ERCP-Raum für durchleuchtungs-gestützte Untersuchungen der Galle und Bauchspeicheldrüse sowie für Stentanlagen vorgesehen. Hinzu komme darüber hinaus ein zentraler Aufnahme- und Wartebereich für die Patienten.
Mit der Entkernung des Altbestands haben die Umbauarbeiten Ende vorigen Jahres begonnen. Laut Klinikum läuft derzeit die Bauausführung inklusive Trocken- und Innenausbauten. Anfang 2025 soll der neue Wormser Endoskopie-Trakt in Betrieb gehen. „Dann können wir dort die ersten Patienten behandeln“, kündigt Zimmermann an. Die Kosten für den Umbau der Endoskopie beziffert das Krankenhaus mit rund 5,9 Millionen Euro. Den größten Anteil davon trage die öffentliche Hand. Allerdings müsse das Klinikum gut 1,2 Millionen Euro an Eigenmitteln aufbringen und sei dafür auf Spenden angewiesen.