Worms Spectaculum: Fechtkämpfe, Musik und Met

Kämpfen als Spiel: Eine Feldschlacht bei einem früheren Wormser Spectaculum.
Kämpfen als Spiel: Eine Feldschlacht bei einem früheren Wormser Spectaculum.

Am Freitag, 30. Mai, startet in diesem Jahr das Wormser Spectaculum. Besucher und Teilnehmer können dann drei Tage lang in die Welt des Mittelalters abtauchen.

Ein Höhepunkt ist im 22. Veranstaltungsjahr das Gedenken an 500 Jahre Bauernschlacht bei Worms-Pfeddersheim. Unzufriedenheit über Frondienste, ein recht- und besitzloses Dasein, das waren mit die Ursachen für den Aufstand der Bauern im frühen 16. Jahrhundert. Im Jahr 1525 kam es zum Aufeinandertreffen mit der Obrigkeit. In der Schlacht bei Worms-Pfeddersheim metzelten damals die pfälzisch-kurfürstlichen Truppen über 4000 Bauern nieder. Daran will die Landsknechtgruppe Societas Barbarossa erinnern. Sie lädt auch zu Fechtvorführungen ein.

Kampf als Sport und Spaß, das gibt es seit vielen Jahren beim Spectaculum. Nun haben die Macher, die Stadt Worms und das Netzwerk Lebendiges Mittelalter Worms, eine neue Kampfarena hinter dem ehemaligen, begrünten Müllberg „Äschebuckel“ im Wormser Wäldchen angelegt.

Diese Arena soll Schauplatz für die Feldschlachten und das Vollkontaktturnier sein, einem Turnier beziehungsweise einer Schlacht unter fast echten Kampfbedingungen. Außerdem, heißt es in der Mitteilung der Stadt Worms weiter, soll dort erstmals eine Rüstschau zu sehen sein, die unter dem Titel „Arming a Knight“ die Kampfausrüstung eines Ritters beleuchtet. Eine Einführung ins Schwertfechten gibt zudem die Fechtschule Krifon.

Gaukler und Handwerkskünste

Mittelpunkt des Areals ist der Markt mit über 100 Ständen. Hier zeigen die Teilnehmer alte Handwerkskünste, etwa das Fertigen von Glasperlen, Lederarbeiten und Kupferschmuck, Drechsler- und Schmiedearbeiten, oder die Kunst des Klöppelns, Spinnens, Webens und Holzschnitzens sowie den Bogenbau und Bronzeguss. Es gibt allerlei Leckereien von Met bis zu frisch gebackenem Brot. Und wie es sich für einen Mittelaltermarkt gehört, wollen auch Gaukler mit Spielen und Mitmachangeboten den Besuchern Kurzweil bieten.

Um den Markt herum sind die Lager der teilnehmenden Mittelaltergruppen platziert, über 60 sollen in diesem Jahr zu Gast sein. Sie geben einen Einblick in das Leben in der Zeit von 150 bis 1500 nach Christus. Und sie bieten Workshops und Vorträge an, etwa über Medizin im Mittelalter, Salbenherstellung und andere Themen. Außerdem gibt es erneut eine historische Kräuterführung.

Wettkämpfe, Musik und Feuershows

Vor der großen Bühne können die Besucher Wettkämpfe beim Rauf- und Bruchenball verfolgen, über nächtliche Feuershows staunen oder die Musikdarbietungen genießen. Es spielen in diesem Jahr die Gruppen Habenichtse, Haggefugg, Ranunculus, Satyrias, Skadefryd, Spilldeyvel sowie die Duos Wormez und Donnersack.

Für Kinder gibt es ein eigenes Programm mit vielen Mitmachangeboten und einem Märchenzelt. Und auch das rollende Holzschiff dreht mit den jungen Besuchern wieder seine Touren rund um das Gelände.

Info

Wormser Spectaculum, von Freitag, 30. Mai, bis Sonntag, 1. Juni, im Wormser Wäldchen. Das Tagesticket kostet 14 Euro, für Gewandete zwölf Euro, Kinder bis 12 Jahre kosten keinen Eintritt. Die Konzerte sind im Eintritt enthalten. Das komplette Programm ist nachzulesen im Internet unter www.spectaculum-worms.de.

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