Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Zwischenlösung: Gras grünt am „Guido“

Soll grüner werden: St.-Guido-Stifts-Platz.
Soll grüner werden: St.-Guido-Stifts-Platz.

Am St.-Guido-Stifts-Platz werden die angekündigten Verbesserungen in kleinen Schritten angepackt. Ein bisschen was ist schon sichtbar.

In den vergangenen Wochen war die Stadtgärtnerei immer wieder am St.-Guido-Stifts-Platz, der als Entrée zum Zentrum eine Art Visitenkarte der nördlichen Kernstadt darstellt. Es ging um die neue Bepflanzung der bodenebenen Beete. Janine Friedmann, Sprecherin der Stadtverwaltung, zum aktuellen Stand: „Die noch verbliebenen Stauden und Kleinsträucher, die nicht durch Hundekot beeinträchtigt wurden, wurden in das nördliche, bodenebene Beet umgesetzt.“

Die anderen Beete seien vorübergehend mit Rasen eingesät worden. Hintergrund: Eine nachhaltige Pflege der bisherigen Bepflanzung sei den städtischen Mitarbeitern nicht mehr zumutbar, so Friedmann. Außerdem sei es langfristig nicht sinnvoll, diese Beete mit neuen Pflanzen zu bestücken, da für 2026 deren Umbau zu kniehohen Hochbeeten geplant sei. Sie waren im Anschluss an die Neugestaltung des Platzes vor gut einem Jahrzehnt nachträglich angelegt worden, weil immer wieder Autos unerlaubt zwischen den Bäumen geparkt wurden. Immer wieder hinterließen jedoch Passanten ihren Müll in den Beeten, sie wirkten ungepflegt.

Frische Aussaat

Auf die frische Rasenaussaat wird jetzt mit Schildern hingewiesen. Es wird vor einem Betreten der Flächen gewarnt. Stadttauben lassen sich davon freilich nicht aufhalten und picken regelmäßig Samen auf. Das sei „kein Problem“, so die Einschätzung der Stadtverwaltung: „Erste Anzeichen deuten bereits darauf hin, dass die Samen ausreichend keimen und die Rasensaat gut anwächst.“

Die Stadt will den St.-Guido-Stifts-Platz grüner gestalten und hat dafür nach mehreren Bürgerbeteiligungen ein Drei-Jahres-Konzept vorgelegt. Es gehe nicht um einen grundsätzlichen Umbau, sondern nur um eine Weiterentwicklung. Als erster Schritt seien Ende 2024 drei Bäume im südlichen Bereich des Platzes gepflanzt worden. Friedmann: „Ein Baum wurde gemäß der ursprünglichen Planung in einem der bodenebenen Beete integriert, während die beiden weiteren Hochstämme in die bestehende Pflasterfläche eingefügt wurden.“

Anzahl der Bäume reduziert

Entlang der Wormser Straße wurden vier Bäume in Holztrögen aufgestellt. Ursprünglich waren laut Friedmann sechs Bäume vorgesehen, jedoch habe diese Anzahl aufgrund der unterirdischen Leitungen reduziert werden müssen. Auf die den Platz querenden Leitungen hätten die Stadtwerke hingewiesen. „Die vier Bäume wurden so positioniert, dass sie später – im Rahmen der geplanten Pflanzung Ende dieses Jahres – in den Boden gepflanzt werden können“, erläutert Friedmann. Dann komme auch noch ein Pflanzbeet entlang des Gehwegs hinzu. Zudem sei der Bau eines Trinkwasserbrunnens auf dem Platz geplant.

Die Stadt hatte ein Budget von rund 130.000 Euro für die Verbesserungen in drei Schritten vorgesehen. Auch die Erneuerung der Sitzeinfassungen an den Einfassungen der Bäume stehen für 2026 im Projektplan. Die größere Platzumgestaltung 2013 hatte rund 2,5 Millionen Euro gekostet und war öffentlich bezuschusst worden.

Bodenebenes Beet: Auch Tauben gefällt die Rasenaussaat.
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