Speyer Zuschuss für Spargelfest

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Für die Ausrichtung des Spargelfestes 2015 hat der Ortsgemeinderat Dudenhofen bei vier Enthaltungen dem Ortskartell einen Zuschuss von 2500 Euro bewilligt. „Erbeten“ hatte das Ortskartell 3500 Euro.

Insgesamt listete Ortskartell-Vorsitzender Hansgerd Walch Kosten von 6450 Euro auf. Die Materialkosten ausgenommen. Bei einem Nettogewinn von 2300 Euro sei der Aufwand der teilnehmenden Vereine „kaum darstellbar“. 2014 hatte sich die Gemeinde mit 433 Euro für Werbung und 880 Euro für den Sicherheitsdienst beteiligt. Reinhard Burck (Grüne) wunderte „die ständig höhere Forderung“: „Erst 700, plötzlich 3500 Euro“. Überhaupt nicht erschließen wollte sich ihm, dass die Gemeinde für eine Band (rund 1000 Euro) „und Sonstiges“ zahlen solle. Zum Kompromiss von 2500 Euro mochte Burck auch nicht zustimmen. Drittens lehnte er den Automatismus der jährlichen Zahlung in gleicher Höhe ab: „Vor der Bewilligung will ich die jeweilige Kalkulation sehen“, sagte das Ratsmitglied der Grünen. Rudolf Aldag (FWG) fand die dem Rat eingereichte Kostenaufstellung „unzureichend“. Vor allem vermisste er eine detaillierte Gegenüberstellung der Einnahmen: „Bevor ich etwas gebe, möchte ich wissen, was noch und was schon in der Kasse ist.“ Jürgen Creutzmann (FDP) stellte die Grundsatzfrage: „Was ist uns die Imagepflege Spargelfest wert?“ Zur Antwort könne das Ortskartell mit eigenen Überlegungen zur Gestaltung, Organisation, Kostenersparnis („zum Beispiel einmalig eine bewegliche Bühne anschaffen“) beitragen. Bürgermeister Peter Eberhard (CDU) waren allein „die Synergieeffekte“ (Restaurants, Bäckerei, Metzgerei) das Geld wert. Wilhelm Kannegießer (SPD) – auch Kassier des Ortskartells – gab zu bedenken: „Wir selbst haben nichts davon, reichen den Zuschuss weiter an die teilnehmenden Vereine.“ Deren Aufwand stünde in krassem Negativ-Verhältnis zum Erlös. Vielleicht sei der Zuschuss ein Anreiz für andere Vereine, wieder beim Spargelfest mitzumachen. Auch Reinhard Oelbermann (CDU) erlebt das Fest als „mühsames Geschäft“. 2500 Euro seien deshalb das Mindeste, was das Ortskartell brauche, was zur Zukunftssicherung des Spargelfestes nötig sei. Seine Interpretation der Zusage: „Der Zuschuss kommt direkt beim Bürger an.“ Ohne Aussprache genehmigte der Rat Liedertafel und MGV Cäcilia zehn Prozent der Gesamtkosten, höchstens 7500 Euro zum Bau eines Aufzugs am Sängerheim. Rohbau, Maler-, Fliesenarbeiten, Elektroinstallation, Außenanlage wollen die beiden Vereine in Eigenleistung stemmen. Für Eberhard die „angemessene Voraussetzung“ zur Gewährung des Zuschusses. Außerdem: „Es ist für die älteren, älter werdenden Sängerinnen und Sänger schwierig, nach oben in den Saal zu kommen.“ (län)

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