Speyer Zuschuss für BMX-Bahn

Wird die für internationale Wettbewerbe ausgelegte BMX-Bahn in der Verlängerung der Jahnstraße, hinter dem Bauhof, wie geplant gebaut, bekommt der Radfahrverein von der Ortsgemeinde Dudenhofen einen Zuschuss von 7,5 Prozent, maximal 31.400 Euro. Geschätzt hat der Verein die Kosten auf 418.500 Euro. Vor einem möglichen ersten Spatenstich muss die Gemeinde ein Gutachten zur artenschutzrechtlichen Verträglichkeit in Auftrag geben. Dessen Ergebnis ist offen.
Zur einstimmigen Ratsentscheidung am Donnerstagabend im Bürgerhaus verwunderte Reinhard Burck (Grüne) „die Eile“. Bis das Gutachten vorliege, könne ein Jahr ins Land gehen. Beim per E-Mail eingegangenen Zuschussantrag des Radfahrvereins vermisste Burck anhängende Zusagen, Stellungnahmen der anderen beteiligten Behörden und Verbände. Beispielsweise des Sportbundes, ob der Dudenhofen mit der BMX-Bahn als Olympiastützpunkt anerkenne. Manfred Hook (FWG) „begrüßte den Vorratsbeschluss“. Jürgen Creutzmann (FDP) hoffte auf ein schnelles Verfahren, interpretierte die Zusage als „Willensbekundung der Gemeinde“. Reinhard Oelbermann (CDU) schaltete in den höchsten Gang: „Es muss schnell über die Bühne gehen, der Verein muss planen können.“ Für die neue Variante der seit 20 Jahren geplanten „Südtangente“, eine Erweiterung des Gewerbegebiets links der Harthäuser Straße, ist ebenfalls ein artenschutzrechtliches Gutachten anhängig. Die ursprünglich vorgesehene Trasse scheiterte an artenschutzrechtlichen Belangen. Von vier neuen Varianten schloss der Landesbetrieb Mobilität gleich mal drei aus. Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) zur verbliebenen: „100 Meter vor dem Landwirtschaftsanwesen Beck rechts ab zur Berghäuser Straße, die direkte Verbindung zur Autobahn.“ Burck konnte sich auch damit nicht anfreunden, ist weiter „grundsätzlich dagegen“. Ungeachtet des ausstehenden Gutachtens jubelte Oelbermann: „Wir sind unendlich froh, überaus stark dafür.“ Sich in Sachen Südtangente im Zweifelsfall „zwischen Artenschutz und Verkehrssicherheit der Bürger“ entscheiden zu müssen, fiel Creutzmann „leicht“. Er verspricht sich von der Umgehung eine Entlastung der Landauer Straße und Carl-Zimmermann Straße, vor allem „von den gemüsebeladenen Lkw aus Richtung Harthausen“. Beschlossen hat der Rat, die Ausweitung der Breitbandversorgung der Ortsgemeinde auf die Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen zu übertragen. Den vom Rhein-Pfalz-Kreis beabsichtigten Ausbau mit mindestens 50 Megabit finanziere abzüglich der Zuschüsse von EU, Bund, Land der Kreis. Auch wenn Dudenhofen gut versorgt sei, sah Wilhelm Kannegießer (SPD) die Vorlage „als Maßnahme für die Zukunft“. Creutzmann delegierte die Angelegenheit: „Ob 50 Megabit oder Glasfaser die richtige Lösung ist, muss im Kreistag diskutiert werden.“ Zur Kenntnis nahmen die Fraktionen die Jahresrechnung 2014 der Gemeinde. Bei einer Bilanzsumme von 44 Millionen Euro sind auf der Passivseite das Eigenkapital mit 31 Millionen, Sonderposten zehn Millionen, Rückstellungen 489.000 Euro, die Verbindlichkeiten mit drei Millionen aufgelistet. | län