Speyer Zur Sache : Wer hat das Heiligensteiner Kirchenbuch geführt?

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Der damalige Pfarrer, Karmeliterpater Eugenius á S. Matthia aus Speyer, hat das Heiligensteiner Kirchenbuch vor 300 Jahren geführt. Er hatte von 1710 bis 1718 die Seelsorge in der Pfarrei Heiligenstein mit Berghausen übernommen. Der Pfarrer hieß mit bürgerlichem Namen Mathias Becker und trat 1693 in den Karmeliterkonvent in Trier ein. Bereits seit 1623 wurde die Pfarrei Heiligenstein von zahlreichen Karmeliterpatres betreut, die die Kirchenbucheinträge mitunter sehr lücken- und mangelhaft vornahmen. á S. steht für „a sancto“, dahinter steht dann der Name eines Heiligen, zum Beispiel Matthia. Der Karmeliterpater mit diesem Namen betete demnach an einem Altar, der dem Heiligen Matthias geweiht war. Altersangaben gibt es im Heiligensteiner Kirchenbuch nicht, die lateinischen Hinweise „Adolescens“ für jung/Jüngling oder „virtuosa virgine“ = tugendhafte Jungfrau oder „pudica virgine“ = keusche Jungfrau zeigen jedoch auf, dass bei Eheschließungen der Bräutigam oder die Braut jungen Alters und noch nicht zuvor verheiratet waren. Die Begriffe „Honesta muliere“ = ehrliche, ehrbare Frau oder „honestus“ = ehrlicher, ehrbarer Mann weisen auf ältere Leute und auf Witwen und Witwer hin. |lob

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