Speyer Zur Sache: Viel Lob für Ursula Demmer und die Sterntaler-Mitarbeiter

Für zwölf Familien mit ihren schwerstkranken Kindern bietet das Kinderhospiz Sterntaler mit der gestrigen Einweihung des neuen Gebäudes nun Platz. Bislang konnten drei Kinder in dem 2009 in Dudenhofen eröffnetem Kinderhospiz untergebracht werden. Das Gebäude, in dem die Kinder bislang gepflegt wurden und die Eltern übernachten konnten, soll künftig für die Unterbringung der Familien genutzt werden. Sterntaler-Pressesprecher Linnford Nnoli formulierte den Dank des Sterntaler-Teams an Geschäftsführerin Ursula Demmer gestern so: „Wir sind stolz, mit dir wirken zu dürfen.“ Diese gab das Lob Nnolis weiter an die Mitarbeiter: „Danke an alle Abteilungen, die mithelfen. Es stimmt zwar, dass einer vorauslaufen muss“, aber es brauche viele engagierte Menschen, die die Hospizarbeit unterstützten. Als Aushängeschild für die Gemeinde, aber auch die Region sah Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) das Kinderhospiz Sterntaler. Auch Landrat Clemens Körner (CDU) erlebte die Einweihung als „besonderen Tag“. Von ihm gab’s allerdings Kritik in Richtung Landesregierung in Mainz: „Im Land Rheinland-Pfalz gibt es noch heute keine Richtlinien für Kinderhospize. Das finde ich schade.“ Wie berichtet, ist das Dudenhofener Kinderhospiz das erste und einzige im Land. Seit acht Jahren sei etwa eine Million an Spenden über die Aktion Herzenssache des SWR zur Unterstützung an das Dudenhofener Hospiz geflossen, erklärte deren Geschäftsführerin Karin Willeck. Dass Demmer und ihre Kollegen mit ihrer Arbeit vielen Menschen Hilfe und Unterstützung in schweren Zeiten zukommen lassen, darauf verwiesen Josef Metzinger von der katholischen Pfarrei St. Gangolf und Volker Glaser von der protestantischen Kirchengemeinde. Gemeinsam trugen sie ein Gleichnis aus dem Markus-Evangelium vor, in dem Jesus die Tochter des Synagogenvorstehers Jairus auferweckt. Metzinger sagte: „Was ist, wenn damit nicht nur die Auferstehung gemeint ist, sondern auch, dass Jesus die Familien unterstützen wollte in dieser schweren Zeit, sie aufzurichten versuchte und Motivation gab?“ Gemeinsam segneten Glaser und Metzinger das neuerbaute Haus, die Familien und Kinder. Ein wenig Hand angelegt werden muss in den kommenden Wochen noch am Therapiebecken, das im Erdgeschoss des Neubaus entstehen soll. Bisher verfügte Sterntaler nicht über die finanziellen Mittel für den Ausbau. Mit einer Spende von 300.000 Euro, die Katrin Tönshoff, Leiterin der Geschäftsstelle der Dietmar-Hopp-Stiftung, gestern mitbrachte, kann das Becken nun fertiggestellt werden. (snk/Archivfoto: Lenz)