Speyer Zur Sache : Stahlblaue Holzbiene

Als einer der ersten Frühlingsboten aus dem Insektenreich gilt die Stahlblaue Holzbiene. Die Experten Erich Bettag (Dudenhofen) und Peter Keller (Landau) haben sie bereits Ende Februar gesichtet. „Frisch geschlüpfte Exemplare“, erklärt Bettag. Er hat in seinem Garten für diese Bienenart alte Pappelholzstücke bereitgelegt, in der er einige zwei, drei Zentimeter tiefe und zwölf Millimeter im Durchmesser große Löcher gebohrt hat. Im Spätsommer/Herbst haben die Bienen in diese Gänge, die sie zuvor selbst verlängert haben, Eier gelegt, aus denen sich „neue“ Insekten entwickelten. Im Holz geschützt überdauerten sie den Winter. Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen weckten sie. Als Nahrungspflanze dient die „Ewige Wicke“ im Garten. Wohl aus dem Mittelmeerraum ist vor einigen Jahren ein Verwandter, die Violette Holzbiene, nach Deutschland gekommen und hat sich in wärmeren Gebieten etabliert. (tbg) (Info: www.waldwissen.net).