Speyer Zur Sache: Jasmin Külbs weiter mit guten Chancen für Olympia

„Die Frauen haben für den Deutschen Judo-Bund bei der Europameisterschaft in Kasan ein bisschen die Kohlen aus dem Feuer geholt“, sagt Stephan Hahn, Trainer beim JC Zweibrücken, auch mit Blick auf die Bronzemedaille seines Schützlings in der Klasse über 78 Kilogramm. Jasmin Külbs’ Medaille war nur eine von dreien für Deutschland. „Wir sind super zufrieden mit dem Ergebnis“, erklärt Hahn zum Abschneiden der 24-Jährigen. Schon ihre Auslosung in Pool D sei durchaus vielversprechend gewesen. Zunächst besiegte die Sportsoldatin aus Köln Sandra Jablonskyte aus Litauen in der Verlängerung (4:35 min) nach deren zweiter Verwarnung, dann die Türkin Zehra Kaya Belkis nach 3:26 Minuten. Gegen die spätere Zweitplatzierte Svitlana Iaromka (Ukraine) unterlag sie im Halbfinale nach 1:19 Minuten. Um Platz drei kämpfte Külbs dann gegen ihre deutsche Kollegin Carolin Weiß, mit der sich auf allen Reisen der Nationalmannschaft ein Zimmer teilt. „Das war sicher nicht ganz einfach, auch ohne coachende Trainer. Die haben sich im deutschen Duell rausgehalten“, so Hahn. Aber Külbs habe das souverän gemeistert. „Wir müssen den Erfolg jetzt erst mal sacken lassen“, sagt Hahn weiter, stellt aber zufrieden fest, dass Külbs sich nach einem etwas holprigen Start ins neue Jahr jetzt auf hohem Niveau stabilisiert habe. Erster Fingerzeig dafür sei der dritte Platz Anfang April beim Grand Prix im türkischen Samsun gewesen. Zudem habe sein Schützling Kontinuität bewiesen: „Jasmin hat in den vergangenen drei Jahren bei Euromeisterschaften immer eine Medaille geholt“. Der dritte Platz in Samsun und die Bronzemedaille jetzt in Kasan sind zudem aus Hahns Blickwinkel wichtige Nachweise der gebürtigen Speyererin auf dem Weg zur Nominierung für die Olympischen Spiele im brasilianischen Rio de Janeiro (5. bis 21. August). Zumal die schärfste deutsche Konkurrentin in ihrer Gewichtsklasse, Franziska Konitz, in diesem Jahr mit argen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. Noch im Mai wird der Deutsche Judo Bund dann wohl seine Kämpfer für Rio nominieren. (sai)