Speyer Zur Sache I: 100 Jahre „Pfefferminzbähnel“

Die Geschichte vom „Pfefferminzbähnel“ ist bei Pfälzern sehr beliebt. Ab 26. August 1905 transportierte die Schmalspur-Gaubahn täglich Menschen und Güter. Am 2. Juni 1956 ging das Pfefferminzbähnel zum letzten Mal auf die 29,1 Kilometer-Strecke von Neustadt über Lachen-Speyerdorf, Duttweiler, Geinsheim, Gommersheim, Freisbach, Weingarten, Schwegenheim, Harthausen und Dudenhofen nach Speyer. Die Bahnverbindung stieß in Dudenhofen zunächst auf heftigen Widerstand. Die Gemeinde lehnte eine finanzielle Beteiligung ab. Grund: Der Streckenverlauf führte durch Privatbesitz. Bis 1919 fuhr das Bähnel deshalb ohne Halt durch Dudenhofen. Einen Bahnhof gab es auch danach nie, aber eine Station mit Wartehalle wurde an der heutigen Kreuzung Carl-Zimmermann-/Johann-Walter-/Adolph-Kolping-Straße errichtet. Baukosten: 59.565 Mark. Anfang 1973 wurde das Gebäude abgerissen. Heutige Dudenhofener erinnern sich gerne an das Pfefferminzbähnel. Die Kräutertage stehen zum 100. Geburtstag ganz im Zeichen der Minze. Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) kündigt zudem für Montag, 29. April, 17 Uhr, eine Pflanzaktion an. Auf dem Gelände der ehemaligen Bähnel-Station soll ein Minzkräuterbeet kommende Generationen an die frühere Anbindung ans Eisenbahnnetz erinnern.