Speyer Zur Sache: Holzvermarktung

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Die Vermarktung des Holzes aus dem Gemeindewald Dudenhofen ist für dieses Jahr letztmals zentral durch die Forstverwaltung des Landes erfolgt, wie Frank Müsel, Technischer Produktionsleiter beim Forstamt Pfälzer Rheinauen, erklärt. Ab 2019 müsse in dem Bereich landesweit mehr Wettbewerb herrschen, sagt der Experte. Die Landesregierung habe mit der entsprechenden Neustrukturierung auf Kritik des Bundeskartellamtes an der ähnlich organisierten Holz-Vermarktung in Baden-Württemberg reagiert. In diesem Jahr habe die Forstverwaltung nochmals vier Regional-Lose, die ganz Rheinland-Pfalz abdeckten, in einem zweistufigen Verfahren öffentlich ausgeschrieben, informiert Müsel. Zum Regional-Los eins zähle das Forstamt Pfälzer Rheinauen und damit auch das Revier Modenbach von Förster Jürgen Render. Nach dessen Angaben gehören zu seinem Beritt die Gemeindewälder von Dudenhofen, Hanhofen, Harthausen, Schwegenheim, Freisbach und der Weingartener Distrikt Lohwald. „Hinzu kommen 300 Hektar Privatwald mit rund 1000 Eigentümern, wovon der Großteil im Waldbauverein Ganerb organisiert ist“, teilt er mit. Staatswald, also Wald im Eigentum des Landes, gibt es in Renders Revier gar nicht. In Stufe eins des Vergabeverfahrens wurden laut Müsel die ungefähren Holzerntemengen, -sorten und -qualitäten auf einer Webseite der Forstverwaltung bekannt gemacht. Daraufhin gab eine Reihe von Holzernte-Firmen ein Angebot für die einzelnen Lose ab. Auf der Grundlage dieser Angebote schrieb die Forstverwaltung im zweiten Schritt Einzelmengen aus und machte für die Erntearbeiten erstmals auch Preisangaben. Unter Berücksichtigung von Qualitätsrichtlinien seien dann die Firmen mit den günstigsten Angeboten berücksichtigt worden. Die voraussichtlichen Holzerntemengen habe Müsel dann, wie auch dessen Kollegen in anderen Forstämtern, an die zuständige Stelle der Forstverwaltung gemeldet. Von dort aus seien dann Verträge mit Abnehmern über bestimmte Holzmengen und -qualitäten geschlossen worden. Insbesondere dieses Vorgehen sei für das Kartellamt ein Dorn im Auge gewesen und soll nicht mehr zentral für kommunale und staatliche Wälder zusammen erfolgen, sagt der Fachmann.

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