Speyer Zur Sache: Ein Gutachter, zwei Fälle

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Die Ermittlungen zum Gascade-Unglück in Edigheim und der Explosionskatastrophe im BASF-Nordhafen sind personell miteinander verknüpft. Die Staatsanwaltschaft hat sechs Gutachten zum Ablauf des BASF-Unglücks beauftragt. Vier davon liegen mittlerweile vor. Eine weitere Studie sei weitgehend fertig, sagt Leitender Oberstaatsanwalt Hubert Ströber. Was noch fehlt, ist das Gutachten eines Brandsachverständigen. Dieser Experte ist auch mit den Rohrleitungstests zum Gascade-Unglück in Edigheim befasst. Wann er seine Ergebnisse im Fall der BASF-Katastrophe vorlegen wird, kann die Staatsanwaltschaft nicht genau sagen. „Wir können nicht garantieren, dass dies bis Jahresende der Fall sein wird“, so Oberstaatsanwalt Ströber. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit einem Jahr, wie es am 17. Oktober 2016 zu dem Unglück bei der BASF kam. Im Mittelpunkt steht dabei ein Beschuldigter: der Mitarbeiter einer Fremdfirma, die mit Wartungsarbeiten an einer Pipeline beauftragt war. Der Arbeiter soll mit einem Winkelschleifer eine mit Raffinat gefüllte Pipeline angeschnitten haben – anstelle eines geleerten Rohrs. Die Staatsanwaltschaft spricht von einem „Augenblicksversagen“. Alkohol oder Drogen seien nicht im Spiel gewesen. Der Beschuldigte selbst hat sich noch nicht geäußert. Der auch im Gascade-Fall tätige Gutachter soll prüfen, ob es neben dem Schnitt in die falsche Leitung noch andere mögliche Ursachen für das BASF-Unglück gab.

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