Speyer Zur Sache: Eichenbänke für den Friedwald

Eine weitere Verwendung von dem im Dudenhofener Gemeindewald eingeschlagenen Holz ist die Herstellung von Sitzbänken für den Friedwald. Nach Angaben von Revierförster Jürgen Render sind im vergangenen Jahr fast zwei Lastwagen-Ladungen Eichenholz an das Sägewerk Heiler in Philippsburg geliefert worden. In der badischen Stadt wurde das Laubholz mit einer Bandsäge in verschiedene Teile geschnitten. Aus ihnen montiert Herbert Ofer, gelernter Forstwirt beim Dudenhofener Bauhof, nach und nach die Bänke, wie Render informierte. Clemens Geiger, Inhaber und Geschäftsführer des Sägewerks Heiler, erhielt von der Gemeinde 26,5 Festmeter Eiche, wie er auf Anfrage der RHEINPFALZ sagte. „Mit unserer Bandsäge haben wir daraus 13 Zentimeter dicke und 35 Zentimeter breite Bohlen, acht auf zehn Zentimeter starke Kanthölzer, fünf Zentimeter dicke und 24 Zentimeter breite Bretter sowie drei auf fünf Zentimeter starke Stücke geschnitten“, teilte Geiger mit. Die Längen der Teile waren unterschiedlich, zwei und 2,50 Meter waren beispielsweise die beiden Maße der Bohlen für die Sitzflächen. „Die Eichenholzstücke für den Bau der Bänke reichen voraussichtlich fünf bis sechs Jahre“, teilte Render mit. Durch den Schnitt durchs Herzholz würden sich die Bohlen später kaum verziehen, sagte Sägewerk-Chef Geiger. Der Auftrag aus Dudenhofen war für ihn eine „feine Sache“, schließlich gehören Lohnschnitte, so lautet der Fachbegriff, nicht zum Hauptbetätigungsfeld des Unternehmens. Für ihn und seine Mitarbeiter seien sie eine willkommene Abwechslung. „Spezialisiert haben wir uns auf die Produktion von Prothesen aus Pappelholz“, informierte er.
