Speyer Zur Sache: Die Baugeschichte

Die Bauleitung der neuen Kirche in Berghausen, die am 10. Oktober 1841 geweiht wurde, führte von Mai bis Oktober 1840 der Bezirksbauschaffner Foltz aus, anschließend der Zivilbauinspektor August Voit (1801-1870). Die Baukosten betrugen circa 15.000 Gulden. Bereits 1845 musste der Turm der Kirche repariert werden. 1861 erfolgte die Umgestaltung des Hochaltars. 1873 wird erwähnt, dass die Umgebung der Kirche mit einer Gartenanlage versehen und nun mit zwei Toren geschlossen worden sei. 1884 erfolgte die Herstellung zweier neuer Chorfenster und 1887 die Erneuerung des Außenanstrichs und Auslegung des Chorbodens mit Platten. 1899 wurde eine neue Maria-Lourdes-Statue, 1900 eine Herz-Jesu-Statue, 1901 ein neues Tabernakel-Kruzifix gestiftet. 1926 wurde eine umfassende Außenrenovierung vorgenommen, die sich auf 13.000 Reichsmark belief. 1929 nahmen die Kirchenerweiterungspläne konkrete Gestalt an. Bischof Ludwig Sebastian gewährte der Kirchengemeinde am 21. März 1929 einen Zuschuss in Höhe von 10.000 Mark mit der Auflage, die Erweiterung bis zum 1. Mai 1929 zu beginnen. Nachdem der Kirchenvorstand kurz darauf den Architekt Kuld aus Mannheim beauftragte, konnte bereits am 16. Juni 1929 die Grundsteinlegung zur Kirchenerweiterung erfolgen. Im Innern der Kirche wurde bis 1935 nichts mehr unternommen. Erst unter Pfarrer Wenz wurde auch das Kircheninnere innerhalb von drei Jahren gänzlich umgestaltet. Zum ersten Mal wurde auch das Schiff ausgemalt. Der hölzerne Altaraufbau mit Kreuzigungsgruppe modernisierte man durch einen Steinaufbau. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Kirche zwei neue Glocken (St. Maria Glocke, 305 Kilogramm und St. Josephs Glocke, 505 Kilogramm), welche durch den Speyerer Bischof Josef Wendel (später Kardinal) am 17. Oktober 1950 geweiht wurden. 1956 schuf ein Pater aus Maria Laach ein wandhohes Altarbild (Kreuzigungsbild an der Stirnwand). Gleichzeitig erhielt die Kirche eine elektrische Deckenbeleuchtung. Das Geläute wurde elektrifiziert, sodass es von der Sakristei aus bedient werden konnte. 1956 wurden unter Pfarrer Rössler der Innenanstrich und die Bestuhlung erneuert. Unter Pfarrer Alois Zorn erhielt die Kirche 1966 einen neuen Altar. Eine weitere Innenrenovierung fand im Jahre 1981 (neue Decke und Boden), 1982 der Einbau einer neuen Orgel sowie 1986 eine Außenrenovierung statt. |lob DOPPELTERZEILENUMBRUCH