Speyer Zum Abstauben zu schade

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Jeden Donnerstagabend klappern im Keller des Pfarrheims in Harthausen die Stricknadeln, und das schon seit 31 Jahren. Am Sonntag zeigen die „fleißigen Lieschen“ des Kfd-Strickkreises die Ergebnisse ihrer Arbeit: Von 13 bis 17 Uhr bieten sie Socken, Mützen, Schals und mehr bei ihrem Adventsmarkt im katholischen Pfarrheim an.

Wie viele Kilometer Wolle die fleißigen Frauen des Kfd-Strickkreises in all den Jahren verstrickt haben, hat noch keiner ausgerechnet. Doch es müssen etliche Tausend sein, wenn man sieht, wie viel Selbstgestricktes sie beim Adventsmarkt anbieten: Accessoires, Socken, Mützen, Schals, Stirnbänder, Loops und reizende, gehäkelte Baby-Chucks. „Accessoires“ lautet das Thema in diesem Jahr. „Das ist schon eine Masse“, sagt Traudlinde Geil, die Leiterin des Strickkreises. „Das sind wirklich tolle Sachen, alles nützliche Dinge“, verspricht sie. „Ich mache nichts, was man nicht gebrauchen kann. Zum Abstauben haben wir schließlich alle genug.“ Seit Jahrzehnten spenden die Frauen den Erlös, den sie mit dem Verkauf ihrer Strickwaren erzielen. Etwa 2500 Euro sind das pro Jahr, der größte Teil geht an die Kinderkrebshilfe und, seit die Kinderkrebsstation im St. Anna-Stift in Ludwigshafen geschlossen wurde, an das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen. Insgesamt sind schon fast 50.000 Euro für krebskranke oder sterbenskranke Kinder zusammengekommen. „Wir hoffen, die 50.000 in diesem Jahr voll zu machen“, sagt Traudlinde Geil. Auch für die Kirchenrenovierung, die Erhaltung des Pfarrheimes und die Deutsche Knochenmarkspenderdatei haben sie schon gespendet. Der Strickkreis hat sich im Februar 1985 gegründet. Seitdem klappern die Nadeln. Es werden neue Ideen ausprobiert und Erfahrungen ausgetauscht. Ursprünglich waren es zwölf Frauen, heute sind es noch acht, die regelmäßig kommen. Besonders freut sich Traudlinde Geil, dass Liesel Stürzebecher mit über 90 Jahren immer noch aktiv mitarbeitet. „Sie hat die Baby-Chucks gehäkelt, nachdem wir ihr die englische Anleitung in verständliches Handarbeitsdeutsch übersetzt haben“, erzählt Traudlinde Geil. Inzwischen komme sogar ein junges Mädchen hin und wieder zum Stricken dazu. Einmal im Jahr unternimmt die Gruppe einen Ausflug zu Wollfabriken in Baden-Württemberg, um Nachschub zu kaufen. Die Frauen legen Wert darauf, qualitativ hochwertiges Garn zu verarbeiten. Der nächste Ausflug findet am 17. April 2017 statt. Eine Anmeldung ist beim Adventsmarkt möglich. Und noch einen weiteren Grund, zum Adventsmarkt zu kommen, nennt Traudlinde Geil: „Wir haben wirklich super leckeren Kuchen!“ |krx

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