Speyer „Zu kurzfristig gedacht“: Kritik an Halteverboten vor Siedlungsschule

Debatte um Verkehrssicherheit: Siedlungsschule.
Debatte um Verkehrssicherheit: Siedlungsschule.

Die Grünen wollten die Verkehrssicherheit vor der Siedlungsschule verbessern. Mit der Verwaltungslösung ist die grüne Stadtteilbeauftragte Mareike Oppinger nicht zufrieden.

An der Siedlungsschule soll der verkehrsberuhigte Bereich aufgehoben werden, damit ein Halteverbot vor der Schule erlassen werden kann. Das sei „zu kurzfristig gedacht“, kritisiert Mareike Oppinger, Stadttteilbeauftragte der Grünen in Speyer-Nord. Sie war eine der Initiatorinnen des Antrags, weswegen sich Stadtrat und Verwaltung mit der Verkehrssituation vor der Siedlungsschule beschäftigten. Der Antrag der Grünen sollte „die Situation zu den Bring- und Abholzeiten nachhaltig, schnell und allumfassend verbessern“, so Oppinger. Kernpunkte seien größere Fahrbahnmarkierungen, ein Fahrradschutzstreifen und eine Einbahnstraßenregelung gewesen. „Es lag an der Verkehrsbehörde, zusammen mit der Schule und dem Schulelternbeirat eine Lösung zu finden“, so Oppinger. Sie sei froh, dass der Antrag zu Gesprächen geführt hat, bezweifle aber den Erfolg der angedachen Lösung. „Dabei bezweifele ich die Akzeptanz der Elternschaft und befürchte sogar neuen Unmut im Stadtteil.“

Die Lebensrealität von Eltern sei individuell und dynamisch. „Und entgegen der Meinung der Boomer, die Kinder sollten sich nicht so anstellen, sie seien schließlich auch gelaufen, möchte ich klarstellen: Zeiten ändern sich! Generationen sowie Strukturen.“ Manchmal hätten Eltern gute Gründe, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen. Das schließe nicht aus, gerade Eltern, die nah an der Schule wohnen, dazu anzhalten, „ihr Kind zur Selbstständigkeit zu ermutigen“. Lösungen müssten immer ganzheitlich funktionieren. Obwohl Grünen gerne unterstellt werde, das Autofahren verbieten zu wollen, „sieht unser Plan vor, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer sicherzustellen“.

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