Speyer
Wohnungsbrand im Burgfeld: Hat Heizofen das Feuer ausgelöst?
Dabei war in den Morgenstunden eine Wohnung im Obergeschoss des Gebäudes zerstört worden. Die Feuerwehr rettete den 69 Jahre alten Mieter sowie seine 60-jährige Lebensgefährtin vor den Flammen. Beide kamen mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. „Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an“, teilt das Polizeipräsidium Rheinpfalz in Ludwigshafen auf Anfrage mit. Ein erster Verdacht der polizeilichen Brandexperten richtete sich auf einen technischen Defekt an einem Gasheizofen. Diese Einschätzung könne derzeit noch nicht bestätigt werden, so ein Polizeisprecher. Man habe zur Bewertung einen externen Sachverständigen hinzugezogen.
Die Polizei ging bei einer ersten Schätzung von einer Schadenshöhe von rund 150.000 Euro aus. GBS-Vorstand Bernd Reif indes kann die Summe noch nicht beziffern. Es stünden noch Begutachtungen aus, sagte Reif auf Anfrage. Klar sei, dass die obere Wohnung des Vier-Parteien-Hauses im Burgfeld sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden sei. Auch die darunterliegende Wohneinheit sei durch eindringendes Löschwasser vorerst nicht nutzbar. Reif vermutet, dass die durchweichte Zwischendecke erneuert werden muss: „Das treibt natürlich die Kosten in die Höhe.“ Immerhin sei das Dach heil geblieben, auch die Substanz des Gebäudes, das in einer denkmalgeschützten Zone steht, sei intakt: „Es muss nicht abgerissen werden.“
Der Mieter der Brandwohnung sei mittlerweile aus der Klinik entlassen worden. Nun gehe es darum, ihm übergangsweise eine Unterkunft anzubieten, sagt Reif. Die Mieter der Erdgeschosswohnung hätten bereits eine möblierte Ersatzwohnung der GBS bezogen. Dort werden sie voraussichtlich längere Zeit verweilen müssen. Reif rechnet „mit mindestens einem halben Jahr, eher mehr“, bis die Schäden behoben sind.