RHEINPFALZ-Aktion Wer erinnert sich an die Speyerer Fahrradwache?
Kürzlich im Stadtrat war die Forderung mal wieder zu hören: Es müsse ein ganzheitliches Konzept für Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt erstellt werden. Anlass war die unbefriedigende Situation rund um den Postplatz, dessen Mittelinsel gerne zum (wilden) Fahrradabstellen genutzt wurde. Als die Innenstadt-Oasen und der Wilma-Wunder-Freisitz kamen, mussten Alternativen her – und waren rar. Die Stadt kündigte zusätzliche Abstellmöglichkeiten in der Fußgängerzone an. Das Konzept gebe es also schon.
Früher war das – wie möglicherweise so vieles – einfacher: Speyerer, Dudenhofener und andere Domstadt-Fans sind durchs Altpörtel geradelt, nach links geschwenkt und haben ihre Fahrräder im Einmündungsbereich der Korngasse abgestellt. Wo heute die Freisitze von „Amalie“ und „Maximilian“ die Massen anlocken, standen früher sauber aufgereiht Massen von Drahteseln. Und lange vor der Erfindung von Kettenschlössern im dreistelligen Preisbereich wurden diese sogar bewacht. Ein Speyerer berichtet von der „Fahrradwache am Altpörtel 1932-55“, die im Fotoalbum seines Großvaters dokumentiert wurde.
Der Zeitraum beziehe sich dabei offenbar auf die Zeit, in der der Opa als Wächter tätig war, so der Speyerer. Es könnte also sein, dass es die Fahrradwache sogar länger gab. Details dazu sind jedoch nicht überliefert: „Keine Informationen oder Bilder“, vermeldet das Stadtarchiv. Wie funktionierte die Fahrradwache? Gab man das Gefährt in die Obhut des Wächters und erhielt eine Marke zum Einlösen nach dem Einkauf gegen ein kleines Entgelt? Wie viel Geld war das? Die RHEINPFALZ sucht Zeitzeugen. Wer erinnert sich?
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Schicken Sie uns Ihre Berichte bis Sonntag, 21. September, unter E-Mail redspe@rheinpfalz.de. Wir berichten gerne darüber – vielleicht taugt das Modell ja auch für heutige Zeiten …