Speyer Wenn Knollen aus der Erde hüpfen
Pommes isst fast jedes Kind gerne. Gemacht werden sie aus Kartoffeln. Und solche haben die Mädchen und Jungen aus der katholischen Kindertagesstätte St. Pankratius in Berghausen gestern auf einem Acker hinter dem Sportplatz des Fußballvereins geerntet.
Martin Rohr und Andreas Weber vom Obst- und Gartenbauverein haben die Kinder schon erwartet. Schon einmal waren diese dort zugange. In der ersten Mai-Woche nämlich, als sie die Pflanzen gesteckt haben, aus denen die Kartoffeln wachsen sollten. Viel Pflege haben die Männer vom Verein seither in den Acker gesteckt. „Das Unkraut ist schneller gewachsen als alles andere“, erzählt Martin Rohr. Aber die gute Nachricht ist, dass die Kartoffeln von Käfern und Krankheiten verschont geblieben sind. Nur ein paar Wühlmäuse sind gesichtet worden. Die zeigen sich aber beim Besuch der Kita-Gruppe nicht. Dafür springen Erdäpfel jeder Größe ins Auge. Vor zwei Jahren waren schon mal Kinder der Einrichtung vor Ort. Damals hat Martin Rohr den Boden noch eigenhändig umgezackert. Diesmal macht das Andreas Weber mit Hilfe seines Traktors. Sein Vereinskamerad hat sich nämlich den kleinen Finger gebrochen und kann nicht richtig zupacken. Das ist vielleicht ein Hallo, als urplötzlich aus dem Nichts heraus die heiß ersehnten Knollen aus der Erde ans Tageslicht hüpfen. Große Körbe hat Martin Rohr auf dem Acker verteilt. Annabelle ist beim ersten Mal 2015 auch schon dabei gewesen. Jedes Kind hat damals ein Säckchen Kartoffeln mit nach Hause nehmen dürfen. Der Rest wurde in der Kita verwertet. So soll es diesmal wieder sein, hat Leiterin Elke Schall angekündigt. Maxime ist schon fündig geworden. Perfekt ausgestattet ist der Fünfjährige. Seine Mama hat ihm Handschuhe mitgebracht. Und: Maxime und sein Papa Matthias Müller sind die Ideengeber für die Kartoffelernte gewesen. Spaß macht den Kindern das Umherhüpfen auf dem Acker. Von einer Reihe zur nächsten und wieder zurück geht es in einem fort, bis alles abgeerntet ist. Gut 100 Kilo haben die Kleinen zusammenbekommen. Genug also, um sogar selbst einmal hausgemachte Pommes herzustellen.