Speyer Wenn die Bienen tanzen
«Dudenhofen.»Die Kinder waren total begeistert von Jürgen Schmitt und haben viel gelernt. Vor allem, dass sie keine Angst vor den Bienen haben müssen. Bevor der Imker kam, waren die Vier- bis Sechsjährigen sehr aufgeregt. „Sie freuen sich sehr“, hat mir Alexandra Hirschmann verraten. Sie ist im Berufspraktikum in der Kita Naseweis und hat den Kontakt zu dem Imker hergestellt. Wisst ihr eigentlich, dass das Wort schon ganz alt ist und übersetzt „Freund der Bienen“ heißt? Das hat Jürgen Schmitt gleich erklärt. Er hat 13 Bienenvölker. In jedem Volk leben 50.000 Bienen. Das sind ganz schön viele. Jürgen Schmitt hatte auch einen Bienenkasten mitgebracht, allerdings nur mit 2000 Bewohnern darin. Trotzdem: Das Gewusel war riesig. Ganz unten krabbelten besonders viele Bienen. „Die wärmen die Brut“, erklärte Jürgen Schmitt. Die Kinder und ich haben auch erfahren, dass die Bienen jedes Mal einen Tanz auf den Waben machen, wenn sie von der Nektarsuche zurückkehren. „Damit erklären sie den anderen, wo der Nektar zu finden ist“, sagte der Imker. Ein Mädchen hat erzählt, dass sie schon mal eine Biene aus einer Blüte fliegen gesehen hat, die unten ganz gelb war. „Das waren Blütenpollen“, erklärte der Imker. Solche hatte er sogar in einem Glas mitgebracht. Manche Kinder trauten sich sogar, davon zu probieren. Kennengelernt haben die Kinder den Wabenheber, den Stockmeißel und den Smoker, der zum Rauchmachen mit getrockneten Kräutern benutzt wird. Damit werden die Bienen aus dem Stock getrieben, wenn der Imker an die Waben will. Aus denen wird der Honig mit einer speziellen Gabel abgekratzt. „Dann kommt er in die Honigschleuder und fließt von dort ins Glas“, sagte der Fachmann. Die Einblicke in seine Arbeit waren für alle toll, auch für die Erzieherinnen. Beim nächsten Glas Honig auf dem Tisch werden sicher alle an den tollen Nachmittag mit dem Bienenfreund denken.