Speyer Wenig Niveau, aber spannend

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Speyer (dsch). Nach zwei Heimerfolgen kam der ersatzgeschwächte Zweitregionalligist HC Speyer am Doppelspieltag beim Dürkheimer HC II zu einem 5:5 (1:0). Beim Tabellenzweiten Wiesbadener THC gab’s gestern eine 1:3 (1:2)-Niederlage.

Dem Pfalzderby beim bis dahin punktlosen Dürkheimer Schlusslicht fehlte zwar die Klasse. An Spannung war die Partie aber kaum zu überbieten. Speyers Stammspieler Florian Schwerer, Niklas Schmitt und Tobias Schilling fehlten. Kapitän Felix Ventulett kam nach Trainingsverletzung nur zu Kurzeinsätzen – ein nicht auszugleichendes Handicap, das Speyers Spielfluss empfindlich störte. Zudem beklagten die Domstädter zahlreiche unverständliche Schiedsrichterentscheidungen. Drei nicht anerkannte Tore, ein irregulärer Dürkheimer Treffer zum 1:1 und 1:8 Strafecken gegen die Gäste brachten Trainer, Spieler und Fans in Rage. „Jetzt wird’s aber so langsam unverschämt“, sagte der aufgebrachte frühere HC-Präsident Roland Halling, als die Unparteiischen in der Schlussminute die achte Strafecke gegen Speyer verhängten: „Das war ein astreines Stocklegen und auf keinen Fall ein Foulspiel.“ Die Ausführung nach der Schlusssirene sah Schlussmann Jan-Hendrik Kettemann aber auf dem Posten. Die erste Gelegenheit bot sich Julian Hohlweg, der an Steffen Erlewein, dem Altinternationalen im Dürkheimer Gehäuse, scheiterte. Der 43-Jährige zeigte bei Großchancen von Karsten Halling, Julian Hohlweg, Tim Sudrow und Jonas Tischer wiederholt seine Klasse. Bei der einzigen Strafecke war er aber machtlos. Der dreifache Torschütze Tischer verwandelte unhaltbar zum 1:0 (9.). Nach Fehlpässen und verlorenen Zweikämpfen des jungen Speyerer Teams kamen die Einheimischen zu guten Einschussmöglichkeiten. Doch Pfosten, ein aufmerksamer Torhüter Kettemann sowie Timo Breuer als Turm in der Schlacht retteten das 1:0 in die Pause. Einem vermeintlich regulären Speyerer Treffer durch Oliver Queisser blieb die Anerkennung versagt. Im zweiten Abschnitt lieferten sich beide einen offenen, in der Schlussphase hektischen Schlagabtausch mit wechselnden Führungen. Aus sieben Strafecken schlugen die Gastgeber dreifach Kapital. Kurz vor Schluss erzielte Hohlweg den hochverdienten Ausgleich. In Wiesbaden bot Trainer Denis König Niklas Schmitt und Hanno Westphalen für Queisser und Felix Schmitt auf. „Wir haben die Anfangsphase total verschlafen“, berichtet der Coach. Denn bereits nach zehn Minuten lag seine Auswahl 0:2 zurück. Sudrow glückte zwar der Anschluss (20.). Aber trotz einiger guter Möglichkeiten reichte es nicht zu mehr, obwohl Speyer fünf Minuten vor Schluss den Torhüter durch einen weiteren Feldspieler ersetzte. „Wiesbaden stellte heute das stärkere Team“, meinte König. SO SPIELTEN SIE Dürkheimer HC II - HC Speyer 5:5 HC Speyer: Kettemann - Hördemann, Breuer - Halling - Tischer, Hohlweg - Queisser, Felix Schmitt, Sudrow, Ventulett. Tore: 0:1 Tischer (9.), 1:1 (32.), 2:1 (36.), 2:2 Tischer (37.), 3:2 (39.), 3:3 Sudrow (50.), 3:4 Tischer (51.), 4:4 (51.), 5:4 (56.), 5:5 Hohlweg (57.).

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