Speyer Wenig Niederwild

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Ein Pumpenteich soll das Druckwasser im Bereich Kugelfang senken. Die Planungen dafür beginnen 2019. Das sagte der für die Grabenreinigung zuständige Steffen Schwendy im Stadtratssitzungssaal in der Mitgliederversammlung der von Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) geführten Jagdgenossenschaft des Stadtkreises Speyer. Für die Kosten komme außer Speyer auch Römerberg auf, so Jagdvorsteher Eger. Er fügte augenzwinkernd an: „Auch deswegen, weil das ganze Wasser von Berghausen her herunterläuft.“

Die Pumpenteich-Lösung war von Experten schon im Speyerer Bau- und Planungsausschuss vorgestellt worden (wir berichteten). Im Mittelpunkt der Sitzung stand der von Michael Scholz als Stellvertreter des erkrankten Kreisjagdmeisters Bernhard Sona verlesene Jahresbericht. Aus diesem ging hervor, dass „über den Landkreistag bei der Kreisverwaltung eine Verlängerung der Jagdzeit für Gänse angeregt worden ist“. Das immer stärkere Aufkommen hauptsächlich von Kanada- und Graugänsen bereite den Landwirten Probleme, bei denen Jäger außerhalb der Jagdzeit nur Vergrämungsabschüsse helfen könnten. Dafür müssten Bauern Anträge stellen, „aus denen Art und Anzahl der Gänse, die Kulturart und die Höhe des drohenden Schadens hervorgehen“. Der Bestand an Rehwild, das Waldkulturen durch Bissschäden stark beeinträchtigen kann, ist laut Kreisjagdmeister eingedämmt. Es sei jedoch „nicht einfach, die hohen Abschussquoten zu erfüllen“. Weil der Stadtwald von Erholungssuchenden ausgiebig genutzt werde, sei Rehwild nur noch nachts aktiv. Stark gestiegen seien in die Schwarzwild-Bestände. Es sei damit zu rechnen, „dass sie infolge des milden Winters und des sehr guten Nahrungsangebotes weiter wachsen. Also werden wir die Bejagung weiterhin intensiv betreiben müssen, auch wegen der drohenden Afrikanischen Schweinepest“. In manchen Revieren sei „ein Großteil der Strecke nicht verwertbar“, weil die Schweine vom Duncker’schen Muskelegel befallen seien (ein Parasit, der bei Verzehr dem Menschen schaden könne). Eingestellt sei die Jagd auf Niederwild. Ursache: der Rückgang von Hasen, Fasanen und Rebhühnern sei besorgniserregend. „In diesem Jahr machen 16 Personen die Ausbildung zum Jäger und stehen zur nächsten Prüfung an“, so der Jagdmeister. 2017 gab es im Jagdbezirk Speyer an die 80 geprüfte Jäger für rund 2000 Hektar. Sie fanden eine im Vorjahr eine finanziell stabile Jagdgenossenschaft vor. Deren Haushaltsplan für 2018 unterscheidet sich kaum von dem für 2017: je 11.990 Euro an Einnahmen und Ausgaben. Daten & Fakten Jagdstrecke im Jagdjahr 2017/2018 (1. April des Vorjahres bis 31. März Folgejahr): Schwarzwild: 85 (82 Tiere erlegt/3 Fallwild-Fälle, also nach Unglücken oder Krankheit erlegt). – Rehwild: 176 (140/36). – Hasen: 4 (1/3). – Wildkaninchen: 59 (59/0). – Füchse: 70 (62/8). – Fasanen: 0. – Rebhühner: 0. – Kanadagänse: 19 (19/0). – Graugänse: 10 (10/0). – Nilgänse: 7 (7/0). – Enten: 87 (87/0). – Ringeltauben: 35 (35/0). – Krähen: 70 (70/0). – Elstern: 27 (27/0).

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