Speyer Weihnachtsmarkt läuft: Das Ötztal und die Weinstraße nach Speyer geholt

Trotz Regens gut was los: Eröffnung des Weihnachtsmarkts mit der Stadtjugendkapelle.
Trotz Regens gut was los: Eröffnung des Weihnachtsmarkts mit der Stadtjugendkapelle.

Die Schausteller des Weihnachtsmarktes gehen positiv gestimmt in die kommenden Wochen. Sie setzen in den Budenzauber bis 7. Januar große Hoffnungen hinsichtlich der Atmosphäre und des wirtschaftlichen Erfolgs. Eines trübt zum Auftakt am Montag die Stimmung – aber das kann sich noch bessern.

„Besseres Wetter“, antwortet Fredy Zinnecker spontan auf die Frage, was er vom Weihnachtsmarkt erwartet. Dabei lacht er verschmitzt. Er sei zufrieden mit der Entwicklung des Marktes. „Wir sind gut aufgestellt, die Stände sind schön auf der Maximilianstraße verteilt und wir sind beharrlich gewachsen“, sagt der Beschicker. Er hat selbst nachgelegt an seiner Schlittschuhbahn am Altpörtel. Wesentlich: zwei echte Skigondeln aus dem Ötztal, die reserviert werden können.

Für Daniel Haslberger-Christmann, Inhaber des Café Christmann in Waldsee, ist der Speyerer Weihnachtsmarkt eine Premiere. „Wir waren bis zur Corona-Pandemie auf den Kapuzinerplanken. Dort wurde es aber immer unpersönlicher“, erzählt er der RHEINPFALZ. In Speyer ist das nicht so, lautet seine Einschätzung bisher. Was er sich erhofft? „Dass Aufwand und Nutzen in Relation stehen.“ Aber: „Selbst wenn es vom Umsatz her bescheiden ist: Die Werbung ist da.“

Für Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) bietet der Weihnachtsmarkt, der am 1. Januar 2024 direkt in den Neujahrsmarkt übergeht, beste Voraussetzungen für kleine Auszeiten. In krisen- und kriegsgebeutelten Zeiten seien die notwendig. Eine Zeit mit viel Herz sei der Advent, sagt sie bei der Eröffnung am Montagabend. Das gelte auch gegenüber den während der Pandemie gebeutelten Schaustellern.

Neue Anlaufstationen

In diesem Jahr gibt es nicht nur bekannte Anlaufstationen auf dem Markt, sondern auch einige Neuerungen. Schon am Montag war das Glühweinfass von Christian Keller zum Beispiel eine gern genutzte Station, um einen Glühwein mit „Wurstmarktgefühl“ zu trinken: Das Fass ist nämlich dem Dürkheimer Riesenfass nachempfunden.

Die dienstälteste Schaustellerin – so sagt Birgit Lemke über sich – hofft vor allem auf Gesundheit für alle. Sie ist überzeugt, dass sich der positive Trend des Jahres für ihr Unternehmen fortsetzt. „Die Leute freuen sich auf den Weihnachtsmarkt. Er ist das Highlight der dunklen Jahreszeit“, unterstreicht sie.

Auch Handwerkliches im Angebot

Dass es beim Weihnachtsmarkt nicht nur um die leiblichen Genüsse geht, lässt OB Seiler nicht unerwähnt. Belegt wird das beim Rundgang über den Markt zwischen Stadthaus und Alter Münze und die Maximilianstraße bis hin zum Altpörtel, wo die Schlittschuhbahn lockt: Handwerkliches aller Art entdecken die Weihnachtsmarktgäste bei den Beschickern. Kunsthandwerk an den Wochenenden und weitere Angebote kommen hinzu. „Es ist also für alle Generationen etwas geboten“, so Seiler, die Marktmeisterin Heidi Jester dankt. Den ersten Abend umrahmten die Stadtjugendkapelle und der junge Chor der Dreifaltigkeitskirchengemeinde Dreicant-Füchse musikalisch.

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