Badminton
Was der Badminton-Club Römerberg in 25 Jahren alles erlebte
Wie ist's so als kleinster und jüngster Römerberger Sportverein?
Durch das gute Verhältnis und die problemfreie Abstimmung mit den anderen größeren Sportvereinen in Römerberg läuft das sehr gut, auch oder gerade in Corona-Zeiten.
Aus welchen Ortsteilen kommen Ihre Mitglieder hauptsächlich?
Das teilt sich gleichmäßig auf, das heißt, sowohl aus Berghausen, Heiligenstein und Mechtersheim. Wir haben auch Mitglieder aus Speyer und Lingenfeld.
Warum ist die Spielgemeinschaft mit dem TSV Speyer eine Erfolgsgeschichte?
Da wir derzeit leider nicht soviel aktive Spieler haben, ergänzt sich das sehr gut, vor allem, da unsere sehr talentierten jungen Spieler die Möglichkeiten haben, sehr hoch zu spielen. Die erste Mannschaft spielt in der Verbandsliga Südwest und ist derzeit Vierter. Die zweite Mannschaft spielt in der Bezirksliga und belegt Platz fünf. Leider haben wir seit einigen Jahren keine Jugend oder Schülermannschaft mehr. Vor Corona hatten wir wieder mal den Versuch starten wollen. Aber dann kam leider der Lockdown. Wir wollen aber, sobald es sinnvoll ist, wieder einen Versuch starten und mehr Kinder in den Sport bringen. Derzeit haben wir neben montags auch freitags von 17 bis 19 Uhr im Angebot.
Streben Sie an, wieder eigenständige Mannschaften zu stellen?
Derzeit ist das leider nicht geplant. Dazu haben wir zu wenig Spieler, die über den Hobbyspieler-Status hinausgehen wollen.
Wie möchten Sie 2022 Ihren 25. Geburtstag feiern?
Wenn möglich im Sommer mit einer Grillparty mit den Einzelmeisterschaften, die jetzt zu Weihnachten zum zweiten Mal ausfallen mussten.
Wie haben Sie die Weltmeisterschaft in Huelva in Spanien verfolgt?
Über den Livestream, nicht wirklich überraschend haben die Asiaten den Wettkampf dominiert. Aber zumindest dritte Plätze waren für die beste europäische Nation Dänemark dabei.
Wie ist Ihr Verein bislang durch die Corona-Krise gekommen?
Finanziell ohne größere Probleme, da wir keinen eigenen Bestand haben. Wir haben sogar freiwillig auf die Jahresgebühr verzichtet. Menschlich und im Team hat das natürlich gelitten. Alleine bei den Kindern und Jugendlichen sind über die Hälfte nach der zweiten Welle nicht mehr ins Training gekommen. Bei den Erwachsenen gab es leider auch etwas Schwund.
Gab es Austritte oder befürchten Sie nun welche?
Ja, ein paar wenige, mal abwarten, wie es weitergeht. Derzeit haben wir noch zirka 80 Mitglieder.
Wie viele Einschränkungen verkraftet Ihr Verein noch?
Wir sind sehr gut organisiert, und die Gemeinde gibt uns alle Möglichkeiten, weiter zu trainieren. Wir halten uns natürlich entsprechend an die Vorgaben, und unser Verantwortlicher Hygienebeauftragter Martin Flörchinger hat das alles im Griff. Wir testen derzeit im Training und so weiter.
Gab's bei Ihnen nicht auch mal Speedminton? Was ist daraus geworden?
Ja, in der Sommerpause bieten wir das immer im Domgarten an, wenn das Corona zulässt, macht auch Riesenspaß.
Wo sehen Sie den BCR in 25 Jahren?
Wir sind zufrieden, wenn wir da stehen, wo wir jetzt sind, Bundesliga, träumen darf man.
Zur Sache
Zu den Vereinsgründern des Badminton-Clubs Römerberg gehörte auch Matthias Hoffmann, heutiger Ortsbürgermeister von Römerberg. Von den ursprünglich sieben Spielern der ersten Stunde sind noch drei im Verein aktiv, Bernhard und Franz Schall sowie Norbert Merckel. Heute zählt die Gemeinschaft 75 Angehörige, davon 48 männliche, 27 weibliche, 31 unter 18 Jahre. Kontakt: Pressesprecher Norbert Merckel, Telefon 0160 1509090.