Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Warum Kevin Schall den Druck bei den anderen Teams sieht

Kevin Schall, Trainer des FV Berghausen.
Kevin Schall, Trainer des FV Berghausen.

Der FV Berghausen steht in der Fußball-A-Klasse ungeschlagen auf Platz zwei. Spielertrainer Kevin Schall sprach vor der Saison von einem „Orientierungsjahr“. Nun könnte es anders kommen.

„Wir haben nicht damit gerechnet. Nach der Vorbereitung haben wir aber gesehen, dass wir auf Schlagdistanz sind“, sagt Schall, der im Sommer von Oberligist FV Dudenhofen an den Narrenberg wechselte und gemeinsam mit Predrag Nikic das Amt des Coaches inne hat. Er selbst musste sich zunächst an den neuen fußballerischen Stil anpassen. „Das Spiel ist in der A-Klasse natürlich nicht so schnell wie in der Oberliga. Der Ball läuft langsamer. Für mich war das eine Umstellung. Ich habe mich aber relativ schnell an das Spiel anpassen können“, sagt er.

Solange er fit ist, will er selbst auf dem Platz stehen. „Draußen käme ich mir hilfloser vor“, erklärt der ehemalige Kapitän des FVD. Dass der FVB vor allem über die Geschlossenheit kommt, kennt Schall aus Dudenhofen: „Wir sind ein eingeschworenes Team. Uns Trainern und dem Verein war das enorm wichtig, dass wir alle zusammen funktionieren. Wir haben keine überragenden Einzelkräfte, kämpfen uns aber immer wieder aus Situationen heraus.“ Schall betont, dass die Elf dennoch über spielerische Qualität verfüge: „Predrag und ich schauen schon, dass wir attraktiven Fußball spielen lassen.“

Im Pokalfinale und Zweiter in der Liga

Bislang funktioniert das gut: Berghausen ist Zweiter, verlor noch kein Spiel, steht im Pokalfinale und wird in der Aufstiegsrunde um die Bezirksliga kämpfen können. „Wir nehmen es so, wie es kommt“, sagt Schall und schiebt den Druck auf andere Teams: „Wir wollen natürlich das Maximale herausholen. Ich denke aber, dass der Druck bei Mannschaften wie dem TuS Mechtersheim II oder der TSG Deidesheim liegt, die vor der Saison kommuniziert haben, dass sie aufsteigen wollen. Wir haben keinen Druck.“

Mit Dudenhofen wartet jetzt eine Mannschaft, die vier der letzten fünf Spiele gewann und auf Platz eins steht, jedoch eine Partie mehr hat. Der FVB könnte mit einem Sieg vorbeiziehen und hätte immer noch eine ausstehende Begegnung. Das erste Aufeinandertreffen im September endete 1:1. Dass es für Schall, der im Hinspiel nicht zum Einsatz kam, ein besonderes Duell ist, verneint er nicht: „Dudenhofen hat immer einen Platz in meinem Herzen. Ich war eher in der ersten Mannschaft, kenne aber viele gut. Dass sind Jungs, die dich angefeuert haben, als du dich nach einer Verletzung fit gemacht hast durch Spielpraxis.“ Er warnt vor der spielerischen Qualität und muss sich auf eine Überraschung einstellen: „Mal sehen, welche Oberliga-Spieler der Herr Litzel runterschickt“, scherzt Schall über seinen einstigen Coach.

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