Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Warum am Deich weniger Bäume gefällt werden müssen

Motorsäge: Sie muss demnächst auch in Speyer eingesetzt werden.
Motorsäge: Sie muss demnächst auch in Speyer eingesetzt werden.

Gute Nachrichten für die Bäume, die Ende des Jahres in Speyer im Bereich zwischen Deichwachthaus und dem neuen Rheinhafen gefällt werden sollen: Nicht alle der ursprünglich 235 ausgewählten Pflanzen müssen weg.

Die Fällungen im südlichen Auwald laufen seit Herbst 2018 unter den Vorgaben der Deichmeisterei und sollen dafür sorgen, dass der Deich sicher bleibt. Dafür müssen laut Stadt in insgesamt drei Phasen Pflanzen in einem fünf Meter breiten Streifen auf der Wasserseite des Damms entfernt werden. In den kommenden Wochen soll nun die dritte Phase zwischen Rheinkilometer 11,5 und 16,5 beginnen.

Wie die zuständige Beigeordnete Irmgard Münch-Weinmann (Grüne) nun aber in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses mitteilte, müssen nicht alle der ursprünglich markierten 235 Bäume weg: Eine Untersuchung habe ergeben, dass 53 dieser Pflanzen – vor allem Eichen und Silberpappeln – erhalten werden können. Bei 21 Bäumen müsse ein Kronenrückschnitt, bei weiteren acht oder neun eine Kronenkappung vorgenommen werden. Weitere Totholz-Bäume sollen darüber hinaus versetzt werden. Übrig blieben damit rund 150 Bäume, vorwiegend Eschen, Bergahorne und Eichen, an denen sich bereits Triebsterben bemerkbar mache. Sie müssten definitiv gefällt werden.

Laut Münch-Weinmann sollen die Fällungen im Zeitraum zwischen 1. Oktober und 28. Februar erfolgen und damit außerhalb der Vogelbrutzeiten. Wann genau die Arbeiten beginnen können, steht noch nicht fest. Laut der Beigeordneten ist die Ausschreibung jedoch schon bei der Vergabestelle eingereicht.

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