Speyer Wanderfreunde gehen mit reichen Gaben

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Der Speyerer Verein „Wanderfreunde“ löst sich wegen fehlenden Nachwuchses auf. „Die Auflösung ist zum Jahresende geplant“, so der Vorsitzende Helmut Dörr auf Anfrage. Für den Verein ist das eine schlechte Nachricht, vor allem für die Speyerer Kindergärten eine gute: Der gesamte Erlös des Vereinsheim-Verkaufs wird für gemeinnützige Zwecke verwendet.

Die 26 Kindertagesstätten, elf städtische, zwölf konfessionelle sowie drei in freier Trägerschaft, profitieren von den Spenden des Wanderfreunde-Vereins. „Jetzt ist es uns noch möglich, frei zu bestimmen, wohin das Geld gehen soll. Ansonsten bekommt den Rest die Stadt Speyer“, weist Dörr auf die Regeln bei einer Vereinsauflösung hin. Bisher seien es rund 50.000 Euro an Spenden, am Ende wird es mehr als das Doppelte sein. Die genaue Summe kann Dörr noch nicht beziffern. Auch andere gemeinnützige Zwecke wie die Speyerer Walderholung und das Kinderhospiz „Sterntaler“ in Dudenhofen würden bedacht. Geschenke im Wert von 5149 Euro gingen jetzt an die integrative Kita „Pusteblume“ im Birkenweg. Davon wurde ein Trainingsgerät zur Stärkung der Muskulatur und zur besseren Koordination von Bewegungsabläufen gekauft, das auch in der Raumfahrt zum Einsatz kommt, wie die Stadt mitteilt. „Seit sie wissen, dass sie wie Astronauten trainieren, sind unsere Schützlinge hoch motiviert“, so Kita-Leiterin Bettina Hampel. „Die Lieferzeiten für die Geräte sind sehr lang“, erklärt Dörr, warum die Einrichtungen nach und nach an die Reihe kommen. Als erste Kita habe die Kindertagesstätte „Regenbogen“ im Ginsterweg von dem Geld profitiert (wir berichteten). Der Verein Wanderfreunde ist im Jahr 1980 gegründet worden, Helmut Dörr war von Anfang an Vorsitzender. Öffentlich in Erscheinung getreten ist der Verein aus dem Norden der Stadt unter anderem mit seinen regelmäßigen geführten Wanderungen, aber auch mit den jährlichen Fackelwanderungen. Damit begeisterte er in Zusammenarbeit mit dem Jugendnetzwerk Speyer-Nord 21 Mal junge Leute. Ihr Klubheim im Birkenweg haben die Wanderfreunde wie berichtet an die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewo verkauft. Diese will es an den in der Bewährungshilfe tätigen Verein „Junge Menschen im Aufwind“ vermieten, der bisher in der Herdstraße sitzt, aber etwas anderes suchte. „Grundbucheintrag war am 7. Juli“, so Dörr. Die eigene Immobilie sei wegen fehlender Aktivitäten nicht mehr nötig gewesen. In der Zeit bis zur Auflösung treffe sich der Verein gelegentlich im Lokal „Waldeslust“. Die Anzahl von 40 Mitgliedern sei nach dem Verkauf des Vereinsheims konstant geblieben. Mieter bei den Wanderfreunden war zuletzt das Restaurant „Il Pomodoro“, das im April geschlossen hat. „Beim Verkauf des Vereinsheims war schon klar, dass der Verein aufgelöst wird“, so Dörr. |gxd

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